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Gestern Abend hatte ich eigentlich geplant vor meinem Töpferkurs einen Döner zu essen, bin aber später aus dem Büro raus und hatte dann doch keine Zeit mehr. Zu Hause angekommen musste ich dann spontan etwas für uns kochen, denn in der Regel kaufe ich das meiste nur nach Bedarf und frisch ein. Aber zwei Gerichte kann ich immer kochen, auch wenn draußen die Welt untergeht, weil alle Zutaten vorrätig sind: Pasta und Risotto. Ich entschied mich für Risotto und kramte eine Dose mit Artischockenherzen aus dem Vorratsschrank. Da fand ich auch die Anchovipaste. Anchovis sind Sardellen und gehören definitiv auf meine Lieblingspizza. Sie schmecken sehr salzig und fischig, sodass viele davon abgeneigt sind. Ich erinnere mich an den Kellner in Rio de Janeiro, der mir ein angewidertes Gesicht zeigte, als ich mich vergewissern wollte, ob das mir unbekannte, portugiesische Wort Anchovis bedeutete. "You don't like it!" war seine Aussage (das englische Wort für Sardellen wusste er nicht). Als ich nicht locker ließ, kam er mit einer kleinen Schale aus der Küche in der Sardellen lagen. Ich strahlte, nickte und bestellte die Pizza und er schaute mich nur völlig verständnislos an...

Zutaten (für zwei Personen):

  • 350g Risottoreis
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 150ml Weißwein
  • ca. 900ml Wasser
  • 100g Parmesan
  • 1 Dose Artischockenherzen
  • 20g Anchovipaste (2-3 Sardellenfilets haben denselben Effekt)
  • Salz, Pfeffer
  • Gewürze (Galgant, Bockshornkleesamen, Dill)

Die Knoblauchzehe pressen oder klein hacken. Die Zwiebel ebenfalls klein schneiden. Beides in einem mittleren Topf kurz anrösten. Mit dem Weißwein ablöschen. Dann den Reis dazu geben, verrühren und zum Kochen bringen. Vorsichtig salzen (die Sardellenpaste ist eigentlich bereits ausreichend salzig) und kräftig pfeffern. Mit den anderen Gewürzen abschmecken. Nun nach und nach das restliche Wasser einrühren, dabei oft umrühren. Der Reis sollte immer mit Wasser bedeckt sein und leicht köcheln. Währenddessen die Artischockenherzen klein schneiden. Nach 15-20min den Reis probieren. Falls er noch nicht gar ist, einfach ein wenig Wasser nachgießen und weiter köcheln lassen, bis sich eine sämige Konsistenz ergibt. Kurz vor Schluss die Anchovipaste (oder die Filets) einrühren. Dann vom Herd nehmen und die Artischockenherzen sowie den Parmesan einrühren. Das Risotto auf zwei Tellern anrichten und mit etwas Dill bestreuen.

Da ich für dieses Gericht tief in meinem Vorratsschrank gekramt habe, reiche ich es bei dem tollen Blog-Event von Kristina ein.

Vorratsschrankzombies klein querformat

 

 

Kommentare   

# Kristina 2013-10-10 13:19
Hallo Maria,
tolles Rezept, schade, dass ich meinen Risottoreis-Zom bie schon geplündert habe. Aber ich bin auf den Risotto-Geschma ck gekommen und so ein paar Artischocken habe ich sicher auch noch im Schrank. ;-)

Vielen Dank für Deinen Beitrag zum Event, ich freue mich wirklich sehr, dass es Anklang findet & die Zombies aus den Schränken verschwinden!
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# In Rios Küche 2013-10-10 17:14
Ja durch Deinen Event gibt es wieder mehr Platz für Neues ;)
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