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Ja ist denn heute schon Herbst? Wo kommen plötzlich all die gelben Blätter her? Wie soll denn darauf geskatet werden? Wieso muss ich denn eine Strickjacke anziehen? Warum brauche ich keine Sonnenbrille mehr? So ein Wetter und das dann auch noch an einem Montag... Immerhin versprüht meine Wetterapp Hoffnung - es soll nochmal warm und sonnig werden. Das beruhigt - noch mehr, dass mein Mann montags immer gut drauf ist, sodass ich gar nicht erst auf negative Gedanken komme. Auch aus einem Montag wird irgendwann mal ein Freitag und somit Wochenende. Bis dato kann man sich die Zeit neben der Arbeit mit Kochen versüßen und die Gartenernte verbrauchen. In diesem Gericht sind nun die letzten Kartoffeln aus dem Feld verarbeitet. Diese Woche steht dann Zucchini im Mittelpunkt. So haben wir noch eine halbe Zucchini vom letzten Mal im Kühlschrank und es kamen noch 3 riesen große Exemplare dazu. Sowie Lauch, der aber seinen Weg ins Risotto bereits gefunden hat...

Rezept (für zwei Personen):

  • 400g Kartoffeln
  • 500g Hackfleisch
  • 2 TL Senf
  • 1 Ei
  • 1 altes Brötchen
  • 2 EL Kapern
  • 50ml Milch
  • etwas Petersilie
  • etwas Speisestärke
  • Salz, Pfeffer

Kartoffeln in Salzwasser gar kochen.

Das alte Brötchen 10min in Wasser einweichen. Anschließend ausdrücken und mit Hackfleisch, Ei, Senf, Salz und Pfeffer vermischen. In einem großen Kochtopf Salzwasser zum Kochen bringen. Anschließend die Hitze reduzieren. Aus der Hackfleischmasse 6 Klöpse formen und ins Wasser geben. Das Wasser sollte nicht kochen, die Klöpse sollen ruhig 10-15 min gar ziehen. 

Kapern klein schneiden. Petersilie hacken. Milch und Kellen vom Hackwasser in einen kleinen Topf geben und mit etwas Speisestärke andicken. Kapern und Petersilie mit in die Soße geben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Klöpse zusammen mit den Kartoffeln und der Soße servieren.

Königsberger Klopse

Unsere Brombeeren aus dem Wald sind zwar nicht so groß und süß wie die aus dem Supermarkt, aber dafür kostenlos nicht minder lecker. Zudem kennen wir mittlerweile die Premium Pflückstellen, an denen viel Sonne hinkommt und die Beeren größer und süßer sind. Diese Saison gab schon Brombeerscones und Brombeer-Käsekuchen, und natürlich finden die Brombeeren auch ihren Weg in unseren geliebten Milchreis. Wir sind nämlich zwei Genießer und lieben beide die süßen Seiten des Lebens. So eine Seelenverwandtschaft gibt es nur einmal, denn nicht nur unsere Geschmäcker decken sich zu 99,9%. Der Rio fühlt sich da manchmal ein wenig ausgeschlossen. Besonders, da er momentan sein Essen sowieso nicht mehr mag - schließlich achten wir darauf, dass weder Getreide noch Zucker in seinem Futter ist, was er aber nur mäßig toll findet, vorallem wenn es in der Katzenpension beides gab. Das ist dann wohl wie ein Kind, dass nie Cola trinken darf, außer an fremden Kindergeburtstagen. Dabei sind wir ja schon so großzügig und werfen jeden Tag unzählige Knuspertaschen zu seiner Belustigung. So viele Gummibärchen bekommt kein anderes Kind!

Rezept (für zwei Personen):

  • 200g Milchreis
  • 500ml Milch
  • 400g Brombeeren
  • Salz

Reis, Brombeeren, Milch und eine Prise Salz in einen Kochtopf geben und bei mittlerer Hitze erwärmen. Wichtig ist, dass der Milchreis langsam kocht und immer wieder umgerührt wird. Nach ca. 20min sollte die Flüssigkeit verkocht sein und der Milchreis auch weich sein.

Brombeermilchreis

Noch rechtzeitig zum Sommerende haben wir unsere Liege für die Dachterrasse bekommen. So können wir den Restsommer noch optimal nutzen und verbringen jede freie Minute draußen. So auch der Rio, der sich leider noch immer nicht an sein Geschirr gewöhnt hat. Bzw. nur teils teils. Denn sobald seine Neugier überwiegt bewegt er sich völlig normal und hat auch keine sonstigen Unannehmlichkeiten. Ansonsten stellt er sich aber immer halb tot und bewegt sich nur rollend vorwärts. Uns ist das ziemlich recht, denn das Geschirr dient ja vorallem dazu, dass der Rio nicht von der Dachterrasse springt/fällt/fliegt. Rollend ist das nämlich nicht möglich, da wir eine durchgängige Mauer drum herum haben. So können mein Mann und ich beruhigt auf der Dachterrasse entspannen während Rio in der Sonne liegt um seine Wohlfühltemperatur zu erreichen. Er klimatisiert sich bereits für die Insel, auf die wir uns demnächst absetzen, denn das Leben ist viel zu wertvoll um es mit dem schlechten Wetter zu verbringen.

Rezept (für zwei Personen):

  • 200g Mehl
  • 200ml Wasser
  • 1 TL Päckchen Backpulver
  • 4 Eier
  • 250g Magerquark
  • 1 EL Tahini
  • 1/2 Blumenkohl
  • Thymian
  • Salz, Pfeffer
  • Gewürze (Ras el Hanout, Curry)

Backofen mit dem Backblech auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Karotten grob raspeln. Mehl, Eier, Wasser, Backpulver, Salz, Pfeffer zu einem flüssigen Teig rühren. Thymian unter den Teig rühren. Karottenraspel ebenfalls unterrühren.

Das Backblech aus dem Ofen nehmen und mit Backpapier auslegen. Den Teig auf das Backblech gießen und ggf. etwas verteilen. Den Pfannkuchen im Ofen ca. 20min fertig backen. 

Blumenkohl klein schneiden und in Salzwasser bißfest garen. Abtropfen und auf zwei Teller aufteilen. 

Quark mit Salz, Pfeffer, etwas Wasser und Tahini verrühren. Den Pfannkuchen aus dem Ofen nehmen und mit dem Backpapier vom Blech nehmen. Den Quark auf dem Pfannkuchen verstreichen. Anschließend mithilfe des Backpapiers den Pfannkuchen aufrollen. Die Rolle in Scheiben schneiden und servieren.

Karottenpfannkuchen aus dem Ofen

Obwohl wir nur eine Woche im Urlaub waren, war es an der Zeit wieder im Feld vorbeizuschauen und zu ernten. Neben Lauch, Zwiebeln, Karotten gab es diesmal eine Menge an Mangold. Ein ganzer Wäschekorb genauer gesagt. Wohin mit so viel Mangold? Eine Menge lässt sich bereits gut in diese Quiche stecken. Mangold verhält sich ähnlich zu Spinat und kann auch so verwendet werden. Somit wird es diese Woche auch noch Pasta mit Mangold, Risotto mit Mangold und der Rest dann zur Not noch mit Spiegelei verzehrt werden. Im Supermarkt ignorieren wir die Gemüseabteilung bereits seit Wochen. Obst gab es im Urlaub mehr als genug, sodass auch hier derzeit kein Bedarf besteht. Wenn wir Obst für Scones oder Käsekuchen brauchen, dann nehmen wir uns eine Tupperdose mit und pflücken Brombeeren direkt aus dem Wald auf dem Weg ins Büro. Man könnte nun meinen wir wären voll die Ökos, aber dem ist nicht so. Die Konsumwelt ist super, aber wir nutzen sie nur da aus, wo wir sie auch brauchen. Mehr als uns brauchen wir nicht, um glücklich zu sein.

Rezept (für eine 26cm Backform):

  • 200g Mehl
  • 125g Quark
  • 20ml Öl
  • 1/2 Päckchen Backpulver
  • 20 Blätter Mangold
  • 1 Zwiebel
  • 150g Schafskäse
  • 2 Eier
  • etwas Milch
  • Salz, Pfeffer
  • Gewürze (Kumin, Sumach, Muskat)

Für den Teig Mehl, Quark, Backpulver, Salz und Öl zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig dann auf einer bemehlten Arbeitsfläche rund ausrollen. Der Kreis sollte größer als die Backform sein, sodass man ihn anschließend gut reinlegen kann und den Rand formen kann.

Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Mangold in Streifen schneiden. Die Zwiebel würfeln. Beides portionsweise in einer Pfanne andünsten. Anschließend das Gemüse in eine Schüssel geben, salzen und pfeffern und kräftig würzen. Den Schafskäse zerbröseln und untermischen. Die Füllung nun in die Backform in den Teig geben. Eier mit etwas Milch in einer kleinen Schüssel verrühren und über die Füllung gießen. Die Quiche im Ofen ca. 30min fertig backen.

Mangoldquiche

Wir werden immer besser bei der Pizza. Stück für Stück arbeiten wir uns heran. Man muss äußerst penibel sein, was das Abwiegen aller Zutaten zum Teig angeht. Besonders die Menge an Hefe, denn der Teig soll laaaaaaangsam gehen und reifen. Probleme haben wir immer noch mit der richtigen Lagerung während des Reifens. In vielen Rezepten steht dieser soll im Kühlschrank 24h gehen. In Neapel beim Pizzabackkurs hat der Pizzabäcker gesagt, er lässt seinen Teig nicht im Kühlschrank gehen. Also geht unser Teig auch bei Zimmertemperatur. Dabei geht es ziemlich weit auf, wenn wir ihn in eine verschließbare Plastikbox legen. Ansonsten besteht Gefahr, dass er austrocknet. Die Plastikbox haben wir auch in Neapel in Verwendung gesehen. Andererseits waren die Teiglinge dort perfekt nach dem Gehprozess und bei uns wie gesagt ist das eher ein total zergangener Fladen. Selbst mit weniger Hefe geht der Teig weit auseinander. Vielleicht also doch in den Kühlschrank? Denn ist der Teig am Ende komplett verformt, dann wird durch die Formung zur Kugel ja die ganzen tollen Hefeteigfäden zerstört, die den Teig ja eigentlich so richtig fluffig machen beim Backen. Wie man sieht ist die perfekte Pizza nicht einfach gemacht, aber wir sind ja ehrgeizig und arbeiten dran!

Zutaten (für zwei Pizzen):

  • Pizzateig
  • 1 Dose Pizzatomaten (aus San Marzano)
  • 1 kleiner Radicchio
  • 125g Fior di latte
  • 8 Scheiben ital. Salami
  • Salz, Pfeffer
  • Gewürze (Oregano)

Den Pizzateig nach meiner Anleitung zubereiten: Pizzateig

Backofen auf maximale Temperatur vorheizen. Idealerweise mit einem Pizzastein. Den Teig nun mit den Händen zu einer Pizzaform formen. Falls ihr hier über keine gute Technik verfügt, dann geht das auch mit dem Nudelholz. Wichtig ist, dass der Teig am Rand höher ist.

Die Tomaten pürieren, mit Salz und Pfeffer abschmecken und auf der Pizza verteilen. Anschließend den Fior die latte auf der Pizza verteilen.  Etwas Oregano drüber streuen. Die Pizza im Ofen fertig backen. Ebenso mit der zweiten verfahren. Anschließend mit Salami und Radicchio belegen.

Salami-Radicchio-Pizza

Hatte ich schon erwähnt, dass wir derzeit einen Überschuss an Zucchini und Kartoffeln aus dem Garten haben? Da ist Kreativität beim Kochen gefragt. Für uns natürlich kein Problem. Selbst wenn die Kartoffelernte unterwartet war. Schließlich haben die Kartoffelkäfer beharrlich alle Pflanzen vollständig bis zum letzten Stängel vernichtet, sodass wir unerfahrenen Bauern dachten, dass die komplette Ernte hinüber ist. Doch dann bekamen wir bei meinem Papa leckere kleine Frühkartoffeln serviert und ich dachte, so kleine könnten ja auch bereits bei uns im Feld gewachsen sein, bevor die Käfer zugeschlagen haben. Also nichts wie hin aufs Feld und umgraben. Und siehe da - es gab nicht nur kleine Frühkartoffeln sondern, teilweise auch richtig große Exemplare! Und schon hatten wir knapp 7kg Kartoffeln im Sack! Schade, dass Rio neben seinem Futter nur noch Knuspertaschen verspeist, denn ihn hätten wir jetzt gerne als fleißigen Esser gehabt, um die Kartoffeln zu vernichten. Aber wir schaffen das auch allein.

Rezept (für zwei Personen):

  • 1/2 große Zucchini
  • 600g Kartoffeln
  • 1 Ei
  • 100g Semmelbrösel
  • 150g Schafskäse
  • 100g Joghurt
  • 1 Knoblauchzehe
  • Salz, Pfeffer
  • Petersilie
  • Gewürze (Curry, Muskat, Sumach, Kumin)

Zucchini und Kartoffeln grob raspeln. Die Masse salzen und kurz durchziehen lassen. Anschließend in einem Küchentuch auswringen, sodass das Wasser ausgedrückt wird. Anschließend mit Ei und Semmelbröseln sowie den Gewürzen vermengen. Die Hälfte des Schafskäses über der Masse zerbröseln und ebenfalls hineinarbeiten.

Backofen auf 200°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Aus der Masse vier Puffer formen und auf das Backblech setzen. Die Puffer ca. 30min im Ofen fertig backen. Währenddessen den Dip zubereiten. Hierfür die Petersilie hacken und mit dem Joghurt verrühren. Die Knoblauchzehe zerdrücken und ebenfalls in den Joghurt rühren. Die zweite Hälfte des Schafskäses zerbröseln und unterrühren. Den Dip zum Schluss noch mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Puffer zusammen mit dem Dip servieren.

Zucchini-Kartoffel-Puffer

Trotz der katastrophalen Überschwemmung trägt unser Acker Früchte. Die Kohlsorten sind zwar alle hinüber, aber die Zucchini- und Kürbispflanzen sind hart im Nehmen und haben das Wasser überlebt. Seitdem ernten wir nun wöchentlich mindestens eine Zucchini. Unglaublich wie schnell die wachsen! Kürbisse haben wir auch schon eine Menge, aber hier müssen wir noch mit der Ernte warten. Nachdem wir unsere Kartoffeln ausgebuddelt haben, haben wir das freie Feld genutzt um noch weitere Kürbispflanzen umzupflanzen, damit diese mehr Platz haben. Das bedeutet Kürbistime! Da bin ich schon gespannt, was wir alles Leckeres daraus zaubern können. Zucchini passt ja zum Glück überall rein, aber wir haben richtig große Zucchini und da kann man sogar ganze Schiffe draus machen. Zwar ist es aromatischer kleine Zucchini zu ernten, jedoch können wir nicht täglich aufs Feld fahren, da nicht alle Kundentermine immer auf dem Weg liegen. Aber wenn dann packen wir sofort die Gummistiefeln und Gartenhandschuhe ins Auto und fahren mit 5kg Kartoffeln und zwei Monster-Zucchinis zum Kunden. Verschenkt wird natürlich nichts, sondern erst wenn wir dann wieder daheim sind wird das Ganze dann Stück für Stück verkocht...

Rezept (für zwei Personen):

  • eine mega Zucchini
  • 500g Hackfleisch
  • 250g Cocktailtomaten
  • 2 EL Tomatenmark
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Schalotte
  • 75g Parmesan
  • 1/2 Chilischote
  • Salz, Pfeffer
  • Gewürze (Paprika, Muskat, Curry)

Backofen auf 180° C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Knoblauch, Schalotte und Chilischote fein hacken. Zusammen mit dem Hackfleisch in einer Pfanne anbraten. Die Gewürze hinzugeben und mitbraten. Tomatenmark hinzugeben und unterrühren. Die Cocktailtomaten halbieren und ebenfalls mit in die Pfanne geben. Kurz mitbraten und die Pfanne anschließend vom Herd nehmen.

Die Zucchini länge halbieren und das Kerninnere mit einem Löffel auskratzen. Anschließend die Zucchinihälften auf ein mit Backpapier ausgelegtem Backblech legen. Die Hackfleischfüllung auf beide Hälften verteilen. Anschließend die Füllung mit Parmesan bestreuen. Im Ofen ca. 20min überbacken bis der Parmesan leicht gebräunt ist.

Gefüllte Zucchini mit Hackfleisch