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Lange gab es kein Käsekuchenrezept mehr in Rios Küche. Das lag größtenteils daran, dass ich selbst nicht so 1000% zufrieden mit meinen Rezepten war. Und plötzlich kommt unverhofft  eine neue Liebe in mein Leben und hat dann auch noch unverhoffter ein super Käsekuchenrezept mit im Gepäck. Vergleiche ich dieses Rezept mit meinen bisherigen, so sind da auch gravierende Unterschiede zu erkennen. Klar war meine Skepsis groß zu Beginn, doch ich wurde schnell von dem cremigen Geschmack und der dennoch fluffiger Konsistenz überzeugt. Zusätzlich lohnt sich nun auch eine große Springform, da es auch zwei Genießer gibt. Hab ich schon erwähnt wie toll und wunderbar ist, wenn man dieselben Interessen und Vorlieben hat? Ausnahmen mach ich ab sofort nur noch bei dem Rio. Der kann da ruhig bei seinem Fleisch bleiben während ich meine Pizza esse.

Zutaten (für eine 26cm Springform):

  • 1kg Schichtkäse
  • 250g Butter
  • 5 Eier
  • 250g Rohrzucker
  • 100g Mehl
  • 1/2 TL Backpulver
  • eine Prise Salz
  • 250g Beeren

Backofen auf 150°C Umluft vorheizen. Den Springformboden mit Backpapier auslegen und den Rand einfetten.

Butter schmelzen. Die Eier trennen. Eiweiß in einer Schüssel steif schlagen. In einer zweiten Schüssel die Eigelb, Butter, Schichtkäse, Zucker, Mehl, Backpulver und Salz mit dem Rührbesen gut verrühren. Anschließend das Eiweiß unterheben. Die Masse in die Springform gießen und durch glatt streichen (Mein Tipp: die Backform einfach leicht auf den Tisch fallen lassen - so verteilt sich die Masse automatisch vollkommen gleichmäßig in der Form). Die Beeren (gerne auch TK) auf der Masse verteilen und den Kuchen für ca. 90min in den Ofen geben. Anschließend bei leicht geöffneter Tür auskühlen lassen.

Ich mag den Käsekuchen am liebsten, wenn er mindestens einen Tag im Kühlschrank durchgezogen und gefestigt ist.

Fluffiger Beeren Käsekuchen

Es ist immer wunderbar, wenn man nach einem tollen Urlaub mehr als nur Erinnerungen mit nach Hause nimmt. Da bietet die Küche besondere Vorteile sich auszutoben und vorallem besondere Geschmäcker wieder auf den Tisch zu bringen. Wir haben in Merida die tollsten Tacos gegessen. Da haben wir einfach verschiedene Sorten bestellt und alles geteilt (und das obwohl ich eigentlich hasse zu teilen!). Tacos sind auch nicht so chipsig wie bei uns hier serviert wird, sondern Tacos sind gefüllte Tortillas, die weich und formbar sind. Diese kann man in Mexiko auf dem Markt oder in kleinen Bäckererein für kein Geld kaufen. Der Trick ist, dass man Maismehl verwenden muss, das aus zuvor gekochten Maiskörnern hergestellt wurde. Ansonsten ist es nur schwer möglich 100% Maismehl-Tortillas zu formen, da der Teig nicht richtig klebt und glatt wird. Da ist dann die Notlösung einfach normales Mehl mit unterzumischen. Zu dem leckeren Essen gab es dann auch noch Margeritas - der Top Drink in Mexiko. Das fühlt sich fast wie Urlaub an, auch wenn der Sommer hier immer noch auf sich warten lässt...

Zutaten (für zwei Personen):

  • 500g Schweinekamm
  • 12 Garnelen
  • 6 Radieschen
  • 1 Paprika
  • 2 Tomaten
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Schalotte
  • 1,5 TL Harissa
  • 3 EL Tomatenmark
  • 200g Maismehl
  • 100g Mehl
  • 1 TL Himbeeressig
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 TL Senf
  • 2 TL Honig
  • 1/2 Chilischote
  • Salz, Pfeffer
  • Gewürze (Chili, Paprika, Petersilie, Curry, Muskat)

Pulled Pork:

1 EL Tomatenmark, Salz, Pfeffer, Senf, Paprika, Chili, Curry, Petersilie, Muskat zu einer Paste verrühren. Das Fleisch von allen Seiten mit der Marinade einreiben. In einer abgedeckten Schüssel für mindestens 2h kalt stellen, damit die Marinade einziehen kann.

Backofen auf 110°C Umluft vorheizen. Das Fleisch in einen Bräter geben und im Ofen ca. 4h garen lassen.

Beilagen:

Radieschen in Scheiben schneiden, Paprika in Streifen schneiden. Für den Dip Knoblauch und Schalotte fein würfeln und in einer Pfanne mit Olivenöl andünsten. Die Tomaten klein schneiden und mit in die Pfanne geben. Mit Essig ablöschen. Anschließen mit Salz, Pfeffer, Chili, Paprika und Harissa würzen.

Tortillas:

Beide Mehlsorten vermischen und mit einer Prise Salz und ca. 200ml Wasser zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig 15min ruhen lassen. Den Teig in 8 gleiche Stücke teilen. Nun jeweils eine Teigkugel zwischen zwei Schichten Klarsichtfolie legen und mit einem Topf zerdrücken, sodass ein runder Fladen entsteht. Perfekt wäre natürlich eine Tortillapresse, aber wer hat die schon. Anschließend noch mit dem Nudelholz etwas dünner ausrollen. Den Teigfladen ohne Fett in eine beschichtete Pfanne geben und bei mittelhoher Hitze ca. 1-2min anbraten. Einmal wenden und die andere Seite ebenfalls fertig braten. Die Fladen in einen Becher geben, sodass sie die Form eines Tacos annehmen und auskühlen lassen.

Surf&Turf:

Etwas Olivenöl erhitzen. Die Chilischote fein hacken und mit in die Pfanne geben. Etwas Zitronensaft, Salz und Pfeffer hinzugeben. Die Scampi hineingeben und 5min bei mittlerer Hitze anbraten.

Das Fleisch aus dem Ofen nehmen und mit einer Gabel in einzelne Fleischfäden zerzupfen.

Tortillas mit den Beilagen und dem Fleisch und den Scampis in Schüsseln anrichten und auf den Tisch stellen. Nun kann jeder seine eigenen Tacos befüllen und genießen.

Surf&Turf Tacos

Wir lieben Pasta! Ohja, und besonders, da diese so vielseitig und schnell gemacht ist. Da schafft man auch noch die Pasta zu kochen, nachdem man mehrere Stunden im Auto verbracht hat. Manchmal komme ich mir vor wie der Rio, der den ganzen Tag auf dem Kratzbaum sitzt, nur ich dann eben auf dem Autositz. Alle Stunde streckt er sich kurz und legt seinen Kopf leicht versetzt wieder hin. Ich strecke mich nach 2 Stunden Fahrt auch kurz und verlagere mein Gewicht auf die andere Körperhälfte. Aber ich will nicht meckern, wäre ich mit der Bahn gefahren, wäre noch nicht mal Zeit für Pasta gewesen. Da wäre ich so verspätet und gefrustet angekommen, dass wohl auch der McDonalds schon geschlossen hätte. Am liebsten bin ich ohnehin zu Fuß unterwegs. Leider könnte ich zu Fuß keinen einzigen meiner Kunden bedienen. Aber ich will mich nicht beschweren. Autofahren macht Spaß, vor allem wenn man weiß, dass es sich lohnt wieder nach Hause zu kommen, weil dort der verrückteste und liebenswerteste Kater als auch der wundervollste und perfekteste Mann auf mich warten.

Zutaten (für zwei Personen):

  • 250g Bandnudeln
  • 400g Hackfleisch
  • 1/2 Dose Tomaten
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 Schalotten
  • 1 Paprika
  • 1 EL Olivenöl
  • 200g Zuckererbsen
  • 50g Parmesan
  • Salz, Pfeffer
  • Gewürze (Curry, Muskat, Paprika, Oregano)

In einem großen Topf ausreichend Salzwasser zum Kochen bringen.

Hackfleisch mit Salz, Pfeffer, Paprika, Muskat und Oregano würzen und verkneten. Aus der Masse kleine Bällchen formen.

Schalotten und Knoblauch schälen und würfeln. Beides in einer Pfanne mit etwas Olivenöl kurz anbraten. Die Tomaten hinzufügen. Die Tomatensoße mit Salz, Pfeffer und den Gewürzen abschmecken. Paprika in dünne Streifen schneiden.

In einer Pfanne etwas Olivenöl erhitzen und die Hackbällchen rundherum einige Minuten anbraten. Die Pasta in das kochende Salzwasser geben und nach Packungsanweisung al dente kochen.

Paprika und Zuckerschoten in die Tomatensoße geben und mitgaren lassen.

Die Pasta abtropfen und mit der Soße und den Hackbällchen servieren. Anschließend mit Parmesan bestreuen.

Hackbällchen Pasta

Wo bitte bleibt der Sommer?!?!? Ich bin schon gut vorgebräunt (aus Mexiko), wurde zwar auch schon bitter enttäuscht (Dublin), aber bin frohes Mutes, hier in der Toskana Deutschlands endlich auch täglich Sonne und Wärme genießen zu können. Die Skates stehen schon an der Tür und warten nur darauf genutzt zu werden! Diese Saison gesellt sich sogar die neue Liebe an meiner Seite mit dazu - das ist schon alles sehr viel einfacher und spaßiger, wenn man dieselben Interessen hat. Umso ungeduldiger bin ich, was das Wetter betrifft. Es wird höchste Zeit für Sommer und den Frühling können wir auf Grund des Winters auch gerne direkt überspringen. Der Rio hat ohnehin schon jegliches Winterfell verloren - da hätte man drei Katzen draus formen können. Pizza kommt natürlich das ganze Jahr auf den Tisch. Mit Radieschen gab es diese jedoch noch nie. Dabei schmeckt das richtig frisch und gut und landet sicher nochmal in einer weiteren Kombination in den Ofen.

Zutaten (für zwei Pizzen):

  • 300g Mehl
  • 1/2 Päckchen Trockenhefe
  • Wasser
  • 200g saure Sahne
  • 250g grüner Spargel
  • 6 Radieschen
  • 100g Ricotta
  • Salz, Pfeffer
  • Gewürze (Schabzigerklee, Kerbel, Petersilie, Koriander)

Mehl, Hefe und eine Prise Salz verrühren. So viel Wasser hinzugeben, dass ein geschmeidiger Teig entsteht, dabei langsam heran tasten ;) Min. 5 min kneten und dann abgedeckt min. eine Stunde gehen lassen - am besten jedoch über Nacht im Kühlschrank. Dann vor der Verarbeitung einfach 1h vorher rauslegen und nochmal bei Zimmertemperatur gehen lassen.

Backofen auf die maximale Temperatur (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Den Spargel nur im unteren Drittel schälen und in einem großen Topf mit möglichst wenig Wasser kurz blanchieren. Radieschen in Scheiben schneiden. Saure Sahne mit Salz, Pfeffer und Gewürzen verrühren. Spargel abtropfen und dritteln.

Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche rund ausrollen. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backbleck legen und die saure Sahne darauf verteilen. Anschließend mit Spargel und Radieschen belegen. Als letztes den Ricotta darüber verteilen. Die Pizza ca. 10min im Ofen backen.

Frühlingspizza grüner Spargel Radieschen

Manchmal sollte man guten Freunden einfach ein kleines Geschenk machen. Das habe ich auch bei meiner guten Freundin getan, die gerne auf tierische Produkte verzichtet. Da gab es den Karottenkuchen. Dieser wurde gut verpackt und auf dem Weg ans andere Ende von Deutschland geschickt. Natürlich habe ich ihr nichts gesagt - immerhin sollte es ja eine Überraschung sein. Doch leider muss ich es wieder selbst bei der Post abholen, da es nicht abgeholt wurde. Da hat der Postbote wohl den Benachrichtigungsschein verbummelt. So einfach lasse ich mich jedoch nicht entmutigen. Stattdessen backe ich ein weiteres veganes Rezept und füge es dem Paket einfach hinzu. Diesmal habe ich das Paket jedoch sicherheitshalber bei ihr angekündigt, denn es wäre nun doppelt schade, wenn nun beide Leckereien sie nicht mehr erreichen. 

Zutaten (für ca. 26 Müsliriegel):

  • 500g Haferflocken
  • 200g Zuckerrübensirup
  • 100g Haselnüsse
  • 50g Kakaoglasur
  • 200g Margarine
  • 75g Rohrzucker

Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Die Margarine schmelzen. Haselnüsse grob hacken. Haferflocken mit Zucker, Haselnüssen, Sirup und Margarine sehr gut verkneten. Die Masse auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben und zu einem Rechteck formen und glatt streichen. Die Höhe sollte so sein, wie dick ihr die Müsliriegel am Ende haben wollt. Ab in den Ofen für 25min. Anschließend auskühlen lassen.

Die Glasur schmelzen und nach Belieben über die Masse geben. Erneut auskühlen lassen. Zum Schluss das Rechteck in kleine Riegel schneiden. Die Riegel halten sich gut 2 Wochen in einer Keksdose.

Vegane Müsliriegel mit Haselnüssen

Nun ja, man kann sich manches leider nicht aussuchen, so auch Kundentermine. Denn ich hätte nie freiwillig einen Kundentermin in Dublin direkt nach der Rückkehr aus Mexiko gewählt. Der Wetterumschwung war brutal. Und wie immer war ich klamottentechnisch völlig unzureichend vorbereitet. Somit habe ich den ersten Nachmittag nur damit verbracht einen Pulli sowie warme Schuhe zu erwerben. Erst im Anschluss konnte ich das windige Wetter und den Regen richtig genießen. Erstaunt war ich über die vielen Touristen und die Preise. Hier freiwillig hinzufliegen und dann auch noch dieses Preisniveau vorzufinden muss doch deprimierend sein. Ich hatte wenigstens die Ausrede des beruflichen Hintergrundes meiner Anwesenheit. Sehr viel angenehmer war es dann, als meine Liebe nachkam. Zu zweit ist alles viel schöner - sogar Dublin. Prompt kam auch die Sonne heraus. Dann konnten wir das Wochenende mit Eis und Scones auch richtig genießen. Direkt daheim wurden für mich die Scones nachgebacken - einer von den vielen kleinen Liebesbeweisen, die meinen Tag unendlich schön machen.

Zutaten (für 15 Mini-Scones):

  • 450g Mehl
  • 2 EL brauner Zucker
  • 280ml Milch
  • 50g Butter
  • 1 Ei
  • eine Prise Salz
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 100g Rosinen

Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Mehl und Backpulver zusammen sieben, den Zucker hinzugeben und die Butter in Stückchen hinzufügen. Anschließend die Milch hinzugießen und den Teig verkneten. Den Teig ca. 2cm dick ausrollen und mit einem Glas oder Dessertring 15 Scones ausstechen. Die Scones auf ein mit Backpapier ausgelegtes Rost setzen und in den Ofen geben. Die Scones gehen beim Backen noch auf, also Platz dazwischen lassen! Im Ofen ca. 18min fertig backen.

Mini-Rosinen-Scones

Immer kurz vor einer längeren Reise, steht Restekochen auf dem Programm. Denn ich werfe generell kein Essen weg. Das ist auch bei einer einigermaßen guten Planung problemlos machbar. Trotzdem kann es vorkommen, dass manchmal einige Reste übrig bleiben, die dann kombiniert werden müssen. Wie Rote Bete und getrocknete Tomaten. Pasta geht immer - ebenso wie Risotto. Dann ist der Kühlschrank auch wieder leer und urlaubsreif so wie ich. Da der Sommer hier nicht richtig in die Gänge kommen will, fahren wir einfach dem Sommer entgegen. Viva la Mexico! Auf geht es in das Land der Sonne, Strände, Cocktails und dem zweitbesten Essen. Natürlich erkunden wir das Land auf die eigene Faust mit dem Mietwagen und fahren zu verlassenen Stränden und verweilen dort wo es uns gefällt. Das heißt natürlich die Gefahr besteht, dass wir gar nicht erst wieder kommen - wobei der Rio natürlich sehnsüchtig wartet und wir somit einen guten Grund haben zurück zu kommen. Vorsorglich habe ich bereits meine Sis gebeten den Rio aus der Katzenpension abzuholen ;)

Zutaten (für zwei Personen):

  • 250g Risottoreis
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 rote Zwiebel
  • 50g Comté
  • 50g Parmesan
  • 250ml Weißwein
  • 300g Rote Bete
  • 50g getrocknete Tomaten
  • Salz, Pfeffer
  • Gewürze (Paprika, Salbei)

Zwiebel und Knoblauch fein würfeln und in einen Topf geben. Reis hinzufügen. Beides kurz anschwitzen und mit Weißwein ablöschen. Dann nach und nach ein wenig Wasser dazu gießen, sodass der Reis immer bedeckt ist und leicht köchelt. Die Regel: man braucht insgesamt ungefähr 4-mal so viel Wasser bzw. Flüssigkeit wie Reis, in dem Fall also neben dem Weißwein noch 750ml. Regelmäßig umrühren. Beim Risottokochen wird der Topf nicht aus den Augen gelassen! ;) Währenddessen die Rote Bete würfeln und die getrockneten Tomaten in Streifen schneiden. Das Risotto salzen und pfeffern und mit den Gewürzen abschmecken. Nach 10min die Rote Bete und die Tomaten hinzufügen und mitkochen. Ist das Risotto fertig (bei mir nach ca. 20 min - ich mag es bissfest), den Topf vom Herd nehmen und den Parmesan sowie geriebenen Comté einrühren.

Rote-Bete-Risotto mit getrockneten Tomaten