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Mit unserem kleinen Acker waren wir ja dieses Jahr besonders erfolgreich beim Kürbisanbau. Wir konnten ungefähr 10 Patisson, 3 Hokkaidos und unzählige Gartenkürbisse ernten. Aus den Gartenkürbissen haben wir verschiedene Sorten an Marmeladen gekocht. Die Patisson Kürbise warten noch auf ihren Einsatz (zugegeben, hier sind wir etwas ratlos, was wir damit machen sollen) und bei den Hokkaidos gibt es hingegen unzählige Möglichkeiten z.B. Kürbishörnchen. Oder eben eine wunderbare Lasagne. Diese ist an Geschmack und Cremigkeit kaum zu übertreffen, ohne dabei unangenehm mächtig zu sein. Die würde selbst dem Rio schmecken, der neuerdings auch Katzenfutter-Mouse serviert bekommt und dieses liebt - ganz ohne Gelee oder Soße. Das will was heißen. Auch uns kann man mit Cremigkeit glücklich machen: Eis, Pudding, Panna Cotta, Risotto und vieles mehr. Apropos, Kürbiseis wäre sicher auch mal einen Versuch wert?

Zutaten (für zwei Personen):

  • 1 kleiner Hokkaido
  • 100g Ziegenfrischkäse
  • 6 Lasagneplatten
  • 200ml Milch
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • etwas Butter
  • 50g Parmesan
  • Salz, Pfeffer
  • Gewürze (Muskat, Paprika, Salbei)

Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Kürbis in Spalten schneiden und auf einem mit Backpapier ausgelegtem Backblech auslegen. Im Ofen ca. 20min garen, bis der Kürbis weich ist.

Zwiebel und Knoblauch hacken und mit etwas Butter in der Pfanne glasig dünsten. Den Kürbis aus dem Ofen nehmen und mit einem Kartoffelstampfer zerstampfen. Zusammen mit den Zwiebeln, Ziegenfrischkäse, Salz, Pfeffer und Gewürzen vermischen.

In eine Auflaufform etwas Kürbisfüllung geben und auf dem Boden verstreichen. Anschließend mit Lasagneplatten auslegen und wieder mit der Füllung schichten bis alle Zutaten verbraucht sind, wobei mit der Füllung abgeschlossen werden muss. Zum Schluss die Milch eingießen, sodass alle Lasagneplatten gut bedeckt sind, aber nicht die oberste Schicht der Füllung. Diese mit Parmesan bestreuen. Die Lasagne in den Ofen geben und ca. 45min fertig backen. Wahnsinnig lecker!!!!

Kürbis-Lasagne mit Ziegenfrischkäse

Ein Restaurant zu führen wäre sicher nichts für mich. Spaß machen würde es definitiv, aber man arbeitet ja zu den unmöglichsten Zeiten. Dennoch könnte ich mich durchaus vorstellen mit meinem Mann in späteren Jahren auf einer Insel eine kleine aber feine Pizzeria zu halten. Unsere Pizza ist natürlich traditionell neapolitanisch und wir machen ausschließlich Pizza. Das geht fix und lässt sich super vorbereiten. Ein kleiner Aperitif darf aber auch nicht fehlen. Aperol, Campari, Oliven - mehr brauch es nicht. Ein paar Tische zwischen den Palmen, ein Pizzaofen direkt am Strand, eine Bar mit Schaukeln, ein kleiner Rio der das Ganze überwacht, mein Mann mit einer Kochschürze und ich natürlich ebenfalls. Das wäre richtig idyllisch... Bis dahin üben wir fleißig in dem wir jede Woche daheim eine neue Pizza backen und probieren.

Zutaten (für zwei Pizzen):

  • Pizzateig
  • 1 Dose Pizzatomaten (aus San Marzano)
  • 6 Scheiben Parmaschinken
  • 125g Fior di latte
  • eine Paprika
  • 1/2 Zucchini
  • Salz, Pfeffer
  • Gewürze (Oregano)

Den Pizzateig nach meiner Anleitung zubereiten: Pizzateig

Backofen auf maximale Temperatur vorheizen. Idealerweise mit einem Pizzastein. Den Teig nun mit den Händen zu einer Pizzaform formen. Falls ihr hier über keine gute Technik verfügt, dann geht das auch mit dem Nudelholz. Wichtig ist, dass der Teig am Rand höher ist, damit er schön aufgeht.

Die Tomaten mit dem Oregano pürieren, mit Salz und Pfeffer abschmecken und auf der Pizza verteilen. Anschließend den Fior die latte auf der Pizza verteilen. Zucchini in dünne Scheiben schneiden. Paprika in dünne Streifen schneiden. Beides auf der Pizza verteilen. Die Pizza im Ofen fertig backen. Ebenso mit der zweiten verfahren. Anschließend mit Schinken belegen.

Rio hat einen neuen besten Freund - Halmi. Wieso Tiere so unglaublich auf Plastik abfahren, habe ich noch nie verstanden. Es gibt keine Plastiktüte in die der Rio sich nicht gern reinsetzt oder mit welcher er nicht kuschelt. Auch die Plastikeinkaufskiste ist der Hit und besser alle jede kuschelige Höhle. Mit Mäusen spielt er auch gerne, aber die haben auch nur ein Plastikauge. Und so kam es, dass als wir wieder gemütlich auf dem Sofa einen Eiskaffee trinken (das geht auch im Winter - ja klar!) und die Gläser nicht weggeräumt hatten, der Rio sich den Strohhalm sofort geschnappt hat und mit ihm durch die Wohnung gefetzt ist. Das hat natürlich gewisse Eis- und Kaffeespuren hinterlassen. Also hat Rio einfach einen neuen unbenutzten bekommen, der nun sein bester Freund ist. Der Strohhalm wird über den Boden geschubst, in die Luft geworfen, durch die Wohnung getragen und er kann sich stundenlang mit seinem neuen Kumpanen beschäftigen. Wunderbar. Wir haben dann unsere Ruhe und können die Pasta genießen, ohne zu befürchten, dass Rio gleich einen Fuß von uns anfällt.

Zutaten (für zwei Personen):

  • 250g Pasta
  • 3 EL Tahini
  • 1 rote Paprika
  • 1 Chilischote
  • 2 Knoblauchzehen
  • etwas Olivenöl
  • Salz, Pfeffer
  • Gewürze (Curry, Paprika)

Pasta in kochendem Salzwasser nach Packungsanweisung al dente kochen.

Knoblauchzehen fein würfeln. Paprika in Streifen schneiden. Chilischote in Scheiben schneiden. Alles zusammen mit etwas Öl in einrr Pfanne glasig braten. Salzen und pfeffern und mit den Gewürzen abschmecken. Tahini mit in die Pfanne geben und mit so viel Nudelwasser verdünnen, dass eine cremige Konsitenz der Soße entsteht.

Pasta abtropfen, mit in die Pfanne geben und mit der Soße gut vermengen. Anschließend servieren.

Zwiebelkuchen muss hoch sein. Außerdem muss der Teig knusprig sein. Beides ist in diesem Rezept hervorragend gelungen. Auch wenn die Zeit des Federweisers schon vorbei ist, schmeckt der Zwiebelkuchen auch mit einem Glas Weißwein aus Neuseeland. Mein Mann und ich sind beide am liebsten fußläufig unterwegs und da der Wald quasi direkt von der Haustür zu erreichen ist, gehen wir selbst im Winter bei eisigen Temperaturen - natürlich gut warm angezogen - ausgiebig im Wald spazieren. Wenn wir Glück haben sehen wir auch ein Paar Rehe. Einmal sogar eine Katze, wobei Katzen normalerweise den Wald meiden würden und lieber in gewohnter bewohnter Umgebung verweilen. Als Rio die sieben Wochen verschwunden war, hatte ich ihn überall gesucht, auch im Wald. Das hätte ich mir also sparen können, aber für Rio ist keine Mühe zu groß. Zwei Jahre ist es nun her, dass er so lange weg war. Und seitdem freue ich mich jeden einzelnen Tag, dass er wieder da ist und das auch so bleibt.

Zutaten (für eine 26cm Springform):

  • 220g Mehl
  • 100ml Wasser
  • 50g Butter
  • 1/2 Päckchen Trockenhefe
  • 1kg Zwiebeln
  • 250g Speck
  • 3 Eier
  • 200g saure Sahne
  • Salz, Pfeffer
  • Gewürze (Muskat, Kumin)

Mehl, Wasser, Hefe, eine Prise Salz und geschmolzene Butter in einer Schüssel zu einem glatten Teig verkneten und 1h gehen lassen.

Zwiebeln schälen und fein würfeln. Zusammen mit dem Speck in einer Pfanne glasig braten.

Eier mit der Sahne, Salz, Pfeffer und Gewürzen verquirlen.

Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine Springform fetten. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche etwas größer als die Springform (+Rand) ausrollen. Anschließend den Teig in die Form legen und einen Rand bilden.

In einer Schüssel die Zwiebeln aus der Pfanne mit der Eiermischung vermischen. Anschließend auf den Teig in die Springform geben. Falls Teig übersteht, diesen einfach einrollen. Den Zwiebelkuchen in den Ofen geben und ca. 50min fertig backen.

Zwiebelkuchen

Aufläufe sind wirklich nicht fotogen. Aber dieser hier schmeckte so gut, dass er trotzdem den Weg in diesen Blog finden muss. Und weil er meinem Mann und mir gut getan hat, als wir beide etwas angeschlagen waren. Da hat es uns doch gleich zusammen erwischt, wenn auch jeder seine eigenen Symptome hatte. Umso passender ist dann ein Gericht, welches den Körper von Innen wärmt und welches auch noch viele Vitamine liefert. Die Kombination mag vielleicht etwas langweilig klingen, aber wir beiden konnten uns in diesen Auflauf reinsetzen und haben auch gleich die gesamte Portion verdrückt. So gierig ist sonst nur der Rio, aber hier muss er in der richtigen Stimmung sein und das richtige Futter serviert bekommen. Das haben wir noch nicht so ganz raus. Leichter wäre es wenn Rio uns seinen gewünschten Speiseplan einfach mal mailen würde, aber da ist er sich zu fein für. Sollen die Menschen doch ruhig im Dunkeln tapsen und erraten ob ich heute lieber Rind in Soße, oder Kalb in Gelee verspeisen möchte...

Zutaten (für zwei Personen):

  • 800g Kartoffeln
  • 500 Sauerkraut
  • 1 Ei
  • 200g saure Sahne
  • 125g Speck
  • 1 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 200ml Milch
  • Salz, Pfeffer
  • Gewürze (Muskat, Kumin)

Kartoffeln schälen und in Scheiben schneiden. In einem Topf mit der Milch bei geschlossenem Deckel 10min garen. Sauerkraut gut abtropfen lassen. Zwiebel und Knoblauch würfeln und in einer Pfanne mit dem Speck glasig braten. Anschließend das Sauerkraut mit in die Pfanne geben und einige Minuten mitbraten.

Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Kartoffeln mit der restlichen Milch in eine Auflaufform geben. Sauerkrautmischung hinzugeben und gut vermischen.

Ei, Sahne, Salz, Pfeffer und Gewürze gut verquirlen. Die Masse mit in die Auflaufform gießen und alles nochmals gut vermischen. Im Ofen ca. 30min fertig backen.

Kartoffel-Sauerkraut-Auflauf

Oftmals verspüre ich ein Verlangen nach Pfannkuchen oder etwas ähnlichem. Dann kann ich meinen lieben Mann bitten morgen Crumpets zum Frühstück zuzubereiten, was er dann auch liebend gerne tut. Oder aber es gibt dann abends bei uns Pfannkuchen zum Essen. Akzeptiert werden auch Waffeln, wenn es darum geht die Pfannkuchenlust zu stillen. Ähnlich wie bei Pizza gibt es hier eine Menge an Variationsmöglichkeiten! Bei Pfannkuchen variiert vor allem die Füllung aber auch am Teig kann man eingiges tun. Allein die Verwendung von etwas Buchweizenmehl ändert den Geschmack deutlich. Es lassen sich auch Pfannkuchen ausschließlich aus Buchweizenmehl herstellen - Galettes. In Nürnberg aß ich das erste mal bei einem kleinen Franzosen mit meiner Sis diese Art von Pfannkuchen. Da waren wir noch ziemlich verstört über das was uns serviert wurde. Aber auch in Valencia gleich neben der besten Eisdiele in der mein Mann und ich gleich zwei Mal Eis gegessen haben, gibt es ein kleines französisches Restaurant was Galette servierte. Da wir aber mit unserem Eis vollkommen happy waren, haben wir wenigstens die Anregung mit nach Haus genommen. So gibt es heute halbe Galettes (da nur zu 50% aus Buchweizenmehl) - was völlig ausreicht.

Zutaten (für zwei Personen):

  • 100g Buchweizenmehl
  • 100g Mehl
  • 2 Eier
  • 350ml Milch
  • 1 Aubergine
  • 100g Schafskäse
  • 1 Zwiebel
  • 1 Dose Tomaten
  • etwas Butter
  • 1 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • etwas Basilikum
  • Salz, Pfeffer
  • Gewürze (Paprika, Thymian)

Mehl, Milch und Eier zu einem glatten flüssigen Teig verrühren und 30min quellen lassen.

Zwiebel und Knoblauch fein würfeln und in einem Topf mit etwas Butter glasig dünsten. Aubergine würfeln und mit in die Pfanne geben und 5min mitbraten. Anschließend die Tomaten hinzugeben. Salzen und pfeffern und mit den Gewürzen abschmecken. Hitze reduzieren und leicht köcheln lassen, während die Pfannkuchen zubereitet werden.

Den Backofen auf 100°C Ober-/Unterhitze vorheizen. In einer Pfanne etwas Öl erhitzen und nacheinander dünne Pfannkuchen backen. Fertige Pfannkuchen im Ofen mit Alufolie abgedeckt warm halten.

Das Ratatouille vom Herd nehmen und den Schafskäse einbröseln lassen. Basilikum zerzupfen und mit ins Gemüse geben. Kurz verrühren und dann zusammen mit den Pfannkuchen servieren.

Buchweizenpfannkuchen mit Ratatouille

Was passt besser an einem verregneten Samstag nach einem tollen Frühstück im Bett und einigen Runden Mario Kart als wohlschmeckende warme Cookies am Nachmittag? Eben! Deshalb ist dieser Samstag perfekt um ein Blech Blaubeer-Cookies zu backen. Die reichen dann auch noch für den Sonntag, da die Wetteraussichten nicht besser sind. Da scheint, obwohl nur eine Woche vergangen ist, die 25°C in Valencia so weit weg wie die Erdbeerzeit... Wenn wir also nicht von außen gewärmt werden, dann von innen. Damit sind nicht nur die Cookies, sondern auch unsere Liebe gemeint ;) Da Rio keine Kekse außer seinen Knuspertaschen mag und diese nicht warm sondern schon kalt sind, muss er zum Wärmen unter die Bettdecke. Dumm nur, dass wir am Wochenende immer so lange im Bett liegen bleiben und er es kaum erwarte kann, bis wir endlich aufstehen und er unseren Platz einnehmen kann. Dabei wäre das Bett groß genug für uns drei, aber Rio teilt nicht gerne. Wir auch nicht. Alle Cookies sind nur für uns!

Zutaten (für 9 Cookies):

  • 375g Mehl
  • 75g Rohrzucker
  • 1 TL Backpulver
  • 200g Sahne
  • 100g Butter
  • 75g Blaubeeren

Mehl, Zucker und Backpulver vermischen. Butter in Stückchen hinzugeben und Sahne ebenfalls. Alles zusammen verkneten bis ein glatter Teig entsteht. Den Teig für 30min kaltstellen und anschließend ca. 30min bei Zimmertemperatur.

Den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Die Blaubeeren in den Teig unterkneten und den Teig auf dem Backblech plattdrücken (ca. 20cm x 20cm). Anschließend mit einem Pizzaroller oder Messer den Teig in 9 kleine Quadrate schneiden. Das Blech für ca. 45min in den Ofen geben und fertig backen.

Blaubeer-Cookies