Header

 

Obwohl wir nur eine Woche im Urlaub waren, war es an der Zeit wieder im Feld vorbeizuschauen und zu ernten. Neben Lauch, Zwiebeln, Karotten gab es diesmal eine Menge an Mangold. Ein ganzer Wäschekorb genauer gesagt. Wohin mit so viel Mangold? Eine Menge lässt sich bereits gut in diese Quiche stecken. Mangold verhält sich ähnlich zu Spinat und kann auch so verwendet werden. Somit wird es diese Woche auch noch Pasta mit Mangold, Risotto mit Mangold und der Rest dann zur Not noch mit Spiegelei verzehrt werden. Im Supermarkt ignorieren wir die Gemüseabteilung bereits seit Wochen. Obst gab es im Urlaub mehr als genug, sodass auch hier derzeit kein Bedarf besteht. Wenn wir Obst für Scones oder Käsekuchen brauchen, dann nehmen wir uns eine Tupperdose mit und pflücken Brombeeren direkt aus dem Wald auf dem Weg ins Büro. Man könnte nun meinen wir wären voll die Ökos, aber dem ist nicht so. Die Konsumwelt ist super, aber wir nutzen sie nur da aus, wo wir sie auch brauchen. Mehr als uns brauchen wir nicht, um glücklich zu sein.

Rezept (für eine 26cm Backform):

  • 200g Mehl
  • 125g Quark
  • 20ml Öl
  • 1/2 Päckchen Backpulver
  • 20 Blätter Mangold
  • 1 Zwiebel
  • 150g Schafskäse
  • 2 Eier
  • etwas Milch
  • Salz, Pfeffer
  • Gewürze (Kumin, Sumach, Muskat)

Für den Teig Mehl, Quark, Backpulver, Salz und Öl zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig dann auf einer bemehlten Arbeitsfläche rund ausrollen. Der Kreis sollte größer als die Backform sein, sodass man ihn anschließend gut reinlegen kann und den Rand formen kann.

Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Mangold in Streifen schneiden. Die Zwiebel würfeln. Beides portionsweise in einer Pfanne andünsten. Anschließend das Gemüse in eine Schüssel geben, salzen und pfeffern und kräftig würzen. Den Schafskäse zerbröseln und untermischen. Die Füllung nun in die Backform in den Teig geben. Eier mit etwas Milch in einer kleinen Schüssel verrühren und über die Füllung gießen. Die Quiche im Ofen ca. 30min fertig backen.

Mangoldquiche

Wir werden immer besser bei der Pizza. Stück für Stück arbeiten wir uns heran. Man muss äußerst penibel sein, was das Abwiegen aller Zutaten zum Teig angeht. Besonders die Menge an Hefe, denn der Teig soll laaaaaaangsam gehen und reifen. Probleme haben wir immer noch mit der richtigen Lagerung während des Reifens. In vielen Rezepten steht dieser soll im Kühlschrank 24h gehen. In Neapel beim Pizzabackkurs hat der Pizzabäcker gesagt, er lässt seinen Teig nicht im Kühlschrank gehen. Also geht unser Teig auch bei Zimmertemperatur. Dabei geht es ziemlich weit auf, wenn wir ihn in eine verschließbare Plastikbox legen. Ansonsten besteht Gefahr, dass er austrocknet. Die Plastikbox haben wir auch in Neapel in Verwendung gesehen. Andererseits waren die Teiglinge dort perfekt nach dem Gehprozess und bei uns wie gesagt ist das eher ein total zergangener Fladen. Selbst mit weniger Hefe geht der Teig weit auseinander. Vielleicht also doch in den Kühlschrank? Denn ist der Teig am Ende komplett verformt, dann wird durch die Formung zur Kugel ja die ganzen tollen Hefeteigfäden zerstört, die den Teig ja eigentlich so richtig fluffig machen beim Backen. Wie man sieht ist die perfekte Pizza nicht einfach gemacht, aber wir sind ja ehrgeizig und arbeiten dran!

Zutaten (für zwei Pizzen):

  • Pizzateig
  • 1 Dose Pizzatomaten (aus San Marzano)
  • 1 kleiner Radicchio
  • 125g Fior di latte
  • 8 Scheiben ital. Salami
  • Salz, Pfeffer
  • Gewürze (Oregano)

Den Pizzateig nach meiner Anleitung zubereiten: Pizzateig

Backofen auf maximale Temperatur vorheizen. Idealerweise mit einem Pizzastein. Den Teig nun mit den Händen zu einer Pizzaform formen. Falls ihr hier über keine gute Technik verfügt, dann geht das auch mit dem Nudelholz. Wichtig ist, dass der Teig am Rand höher ist.

Die Tomaten pürieren, mit Salz und Pfeffer abschmecken und auf der Pizza verteilen. Anschließend den Fior die latte auf der Pizza verteilen.  Etwas Oregano drüber streuen. Die Pizza im Ofen fertig backen. Ebenso mit der zweiten verfahren. Anschließend mit Salami und Radicchio belegen.

Salami-Radicchio-Pizza

Hatte ich schon erwähnt, dass wir derzeit einen Überschuss an Zucchini und Kartoffeln aus dem Garten haben? Da ist Kreativität beim Kochen gefragt. Für uns natürlich kein Problem. Selbst wenn die Kartoffelernte unterwartet war. Schließlich haben die Kartoffelkäfer beharrlich alle Pflanzen vollständig bis zum letzten Stängel vernichtet, sodass wir unerfahrenen Bauern dachten, dass die komplette Ernte hinüber ist. Doch dann bekamen wir bei meinem Papa leckere kleine Frühkartoffeln serviert und ich dachte, so kleine könnten ja auch bereits bei uns im Feld gewachsen sein, bevor die Käfer zugeschlagen haben. Also nichts wie hin aufs Feld und umgraben. Und siehe da - es gab nicht nur kleine Frühkartoffeln sondern, teilweise auch richtig große Exemplare! Und schon hatten wir knapp 7kg Kartoffeln im Sack! Schade, dass Rio neben seinem Futter nur noch Knuspertaschen verspeist, denn ihn hätten wir jetzt gerne als fleißigen Esser gehabt, um die Kartoffeln zu vernichten. Aber wir schaffen das auch allein.

Rezept (für zwei Personen):

  • 1/2 große Zucchini
  • 600g Kartoffeln
  • 1 Ei
  • 100g Semmelbrösel
  • 150g Schafskäse
  • 100g Joghurt
  • 1 Knoblauchzehe
  • Salz, Pfeffer
  • Petersilie
  • Gewürze (Curry, Muskat, Sumach, Kumin)

Zucchini und Kartoffeln grob raspeln. Die Masse salzen und kurz durchziehen lassen. Anschließend in einem Küchentuch auswringen, sodass das Wasser ausgedrückt wird. Anschließend mit Ei und Semmelbröseln sowie den Gewürzen vermengen. Die Hälfte des Schafskäses über der Masse zerbröseln und ebenfalls hineinarbeiten.

Backofen auf 200°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Aus der Masse vier Puffer formen und auf das Backblech setzen. Die Puffer ca. 30min im Ofen fertig backen. Währenddessen den Dip zubereiten. Hierfür die Petersilie hacken und mit dem Joghurt verrühren. Die Knoblauchzehe zerdrücken und ebenfalls in den Joghurt rühren. Die zweite Hälfte des Schafskäses zerbröseln und unterrühren. Den Dip zum Schluss noch mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Puffer zusammen mit dem Dip servieren.

Zucchini-Kartoffel-Puffer

Trotz der katastrophalen Überschwemmung trägt unser Acker Früchte. Die Kohlsorten sind zwar alle hinüber, aber die Zucchini- und Kürbispflanzen sind hart im Nehmen und haben das Wasser überlebt. Seitdem ernten wir nun wöchentlich mindestens eine Zucchini. Unglaublich wie schnell die wachsen! Kürbisse haben wir auch schon eine Menge, aber hier müssen wir noch mit der Ernte warten. Nachdem wir unsere Kartoffeln ausgebuddelt haben, haben wir das freie Feld genutzt um noch weitere Kürbispflanzen umzupflanzen, damit diese mehr Platz haben. Das bedeutet Kürbistime! Da bin ich schon gespannt, was wir alles Leckeres daraus zaubern können. Zucchini passt ja zum Glück überall rein, aber wir haben richtig große Zucchini und da kann man sogar ganze Schiffe draus machen. Zwar ist es aromatischer kleine Zucchini zu ernten, jedoch können wir nicht täglich aufs Feld fahren, da nicht alle Kundentermine immer auf dem Weg liegen. Aber wenn dann packen wir sofort die Gummistiefeln und Gartenhandschuhe ins Auto und fahren mit 5kg Kartoffeln und zwei Monster-Zucchinis zum Kunden. Verschenkt wird natürlich nichts, sondern erst wenn wir dann wieder daheim sind wird das Ganze dann Stück für Stück verkocht...

Rezept (für zwei Personen):

  • eine mega Zucchini
  • 500g Hackfleisch
  • 250g Cocktailtomaten
  • 2 EL Tomatenmark
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Schalotte
  • 75g Parmesan
  • 1/2 Chilischote
  • Salz, Pfeffer
  • Gewürze (Paprika, Muskat, Curry)

Backofen auf 180° C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Knoblauch, Schalotte und Chilischote fein hacken. Zusammen mit dem Hackfleisch in einer Pfanne anbraten. Die Gewürze hinzugeben und mitbraten. Tomatenmark hinzugeben und unterrühren. Die Cocktailtomaten halbieren und ebenfalls mit in die Pfanne geben. Kurz mitbraten und die Pfanne anschließend vom Herd nehmen.

Die Zucchini länge halbieren und das Kerninnere mit einem Löffel auskratzen. Anschließend die Zucchinihälften auf ein mit Backpapier ausgelegtem Backblech legen. Die Hackfleischfüllung auf beide Hälften verteilen. Anschließend die Füllung mit Parmesan bestreuen. Im Ofen ca. 20min überbacken bis der Parmesan leicht gebräunt ist.

Gefüllte Zucchini mit Hackfleisch

Ob wir die 1000km Skating im Jahr 2016 noch schaffen, hängt weniger von unsere Fitness ab (diese ist top und ausreichend vorhanden), sondern viel mehr vom Wetter (das ist eher ein Flop und nur unzureichend vorhanden). Was wir aufjedenfall schaffen, ist die Skatestrecke entlang der Saar von Frankreich aus, über Saarbrücken, Saarschleife bis hin nach Konz wo die Saar dann in die Mosel mündet. Wir unterteilen uns diese immer in Abschnitte von 25 - 30km und fahren diese dann hin und zurück. Angefangen haben wir in Frankreich und sind nun schon kurz vor der Saarschleife angekommen. Zwei Abschnitte fehlen noch und dann sind wir den Saarradweg insgesamt einmal hoch und runter geskatet. Das müssten so um die 300km sein. Gut 300km haben wir auch schon auf dem Konto, als wir noch in Karlsruhe uns Umgebung zu Beginn des Jahres unterwegs waren. Wenn der Herbst nun noch schön wird, könnte wir die 100km noch knacken. Wir sind ja beide auch sehr ehrgeizig und pushen uns immer gegenseitig. Wenn einem der Schuh drückt, dann zieht der einen anderen die nächsten Kilometer noch weiter und andersrum. Am Ende haben wird uns dann beide eine leckere Pizza verdient.

Zutaten (für zwei Pizzen):

  • Pizzateig
  • 1 Dose Pizzatomaten
  • 125g Mozzarellakugeln
  • 1 kleine Aubergine
  • 50g Parmesan (gehobelt)
  • Salz, Pfeffer
  • Gewürze (Oregano)

Den Pizzateig nach meiner Anleitung zubereiten: Pizzateig

Backofen auf maximale Temperatur vorheizen. Idealerweise mit einem Pizzastein. Den Teig nun mit den Händen zu einer Pizzaform formen. Falls ihr hier über keine gute Technik verfügt, dann geht das auch mit dem Nudelholz. Wichtig ist, dass der Teig am Rand höher ist.

Tomaten pürieren und mit Salz, Pfeffer und Oregano würzen. Aubergine längs in dünne Scheiben schneiden.

Die Tomaten auf der Pizza verteilen. Anschließend die Mozzarellakugeln halbieren, mit einem Küchentuch etwas trocken tupfen und auf der Pizza verteilen. Mit Aubergine belegen. Die Pizza im Ofen fertig backen. Ebenso mit der zweiten verfahren. Anschließend mit Parmesanhobeln bestreuen.

Pizza melanzana mit Auberginen

Die Zeiten in denen ich zwei Mangos aufeinmal verspeist habe sind nun glücklicherweise vorbei. Mein Magen dankt es mir, dass ich den Obstkonsum reduziert habe und auch nur noch zwischendurch in kleinen Portionen meine Lust stille. Eigentlich war diese Mango für den Milchreis vorgesehen, doch Abend für Abend haben wir es vergessen diesen vorzukochen. Auch da sind wir uns wieder sofort einig, dass Milchreis, Pudding und Grießbrei warm nicht schmeckt, sondern mindesten über Nacht ausgekühlt und abgestanden sein muss. Dann kam das Wochenende und am Wochenende passt Milchreis nicht zum Frühstück, da Milchreis im Bett zu essen, nicht so spaßig ist, wie Brötchen oder Scones. Besonders weil Milchreis keine Krümmel hinterlässt. Also umgeplant und Mango-Scones gebacken. Wunderbar mit Marmelade oder Karamellcreme zu genießen :)

Zutaten (für 8 Scones):

  • 750g Dinkelmehl
  • 6 EL Honig
  • 100g Butter
  • 200ml Sahne
  • 2 Eier
  • eine Prise Salz
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 1 TL Natron
  • 1 Mango
  • etwas Puderzucker
  • etwas gelbe Lebensmittelfarbe

Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Mango schälen, in Würfel schneiden und beiseite stellen. In eine Schüssel alle Zutaten (bis auf den Puderzucker und die Lebensmittelfarbe) hineingeben und gut durchkneten bis ein klebriger, aber glatter Teig entsteht. Die Mangostücke unterkneten. 1/8 des Teiges zu einem Scones formen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Rost setzen. Die Scones gehen beim Backen noch auf, also Platz dazwischen lassen! Im Ofen ca. 18min fertig backen. Nach dem Auskühlen den Puderzucker mit etwas Wasser und gelber Lebensmittelfarbe zu einer Glasur rühren und diese über die Scones geben.

Mango-Scones

Das soll Sommer sein? Vielleicht in Norddeutschland, aber ich bin doch extra in den Süden gezogen. Also entweder das Wetter wird tatsächlich von Jahr zu Jahr schlechter, oder ich gewöhne mich einfach zu sehr dran und brauche noch besseres Wetter. Nachts soll es gerne abkühlen, denn bei Hitze können wir nicht gut schlafen. Aber tagsüber soll es doch bitte warm und sonnig sein. Wie soll sich der Rio denn ohne Sonne sonnen? Da bliebt ihm ja nichts anderes, als sich unter der Bettdecke zu verstecken und auf besseres Wetter warten. Schade, dass wir ihn nicht mit nach Ibiza nehmen können. Dort scheint die Sonne und die Differenz zu Rios Wohlfühltemperatur wäre deutlich kleiner als hier. Wir nehmen extra einen leeren Koffer mit, stellen ihn in dort in die Sonne, werfen noch ein wenig Sand vom Strand mit rein und bringen ihn dann Rio wieder mit. Dann kann er reinspringen und ein wenig Ibiza-Feeling genießen...

Zutaten (für zwei Personen):

  • 600g Kartoffeln
  • 250g Mehl
  • 50g Gries
  • 1/4 Zucchini
  • 100g Räucherlachs
  • 150g Ricotta
  • Salz, Pfeffer
  • Gewürze (Dill, Basilikum)

Kartoffeln schälen, kochen und zerstampfen. Die Masse etwas auskühlen lassen. Mehl, Gries und Salz zu den Kartoffeln geben und zu einem glatten Teig verrühren. Den Teig kurz ruhen lassen.

In einem großen Topf ausreichend Salzwasser zum Kochen bringen. Aus dem Teig lange Rollen bilden, die etwa Daumen dick sind. Dann Daumenbreit in Stücke schneiden. Die Gnocchi in Mehl wälzen und mit einer Gabel etwas eindrücken, sodass das typische Muster entsteht. Anschließend ins siedende Wasser geben. Die Gnocchi sind fertig, wenn sie an der Oberfläche schwimmen und ihr Volumen deutlich vergrößert haben.

Zucchini in Scheiben schneiden und vierteln. Lachs in dünne Streifen schneiden. Ricotta in eine Pfanne geben und mit Salz, Pfeffer und Dill würzen. Mit etwas Zitronensaft abschmecken. Die Zucchini unterrühren und erhitzen. Zuletzt den Lachs unterrühren.

Die Gnocchi abtropfen lassen und auf die Teller verteilen. Die Soße über die die Gnocchi geben und servieren.

Gnocchi mit Ricotta und Lachs