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Könnt ihr Euch noch an die Kindheit erinnern, in der man im Schnee gespielt hat und auf den Seen und Teichen der Stadt Schlittschuh gelaufen ist? Mittlerweile ist es nur noch selten richtig kalt und auch Schnee gibt es nur zu besonderen Anlässen. Weihnachten gehört leider nicht dazu. Wobei wir uns darüber freuen, denn sonst könnte man nicht an den Feiertagen die Familie besuchen fahren, sondern würde im Schnee stecken bleiben. Wer Schnee will soll in die Berge. Wir fahren schließlich auch so oft es geht ans Meer, wenn wir Strand haben wollen. Seitdem wir die geniale Angewohnheit von meinem Dad übernommen haben, vor dem nächsten Urlaub bereits den übernächsten zu buchen, lässt sich das ganze miese Wetter hier überhaupt ertragen. Da kann man sich die dunklen und kalten Tage nur damit vertreiben leckere Sachen zu kochen und zu backen.

Rezept (für zwei Personen):

  • eine Packung Blätterteig
  • 2-3 kleine Knollen Rote Bete
  • 8 Scheiben Schinken
  • 200g saure Sahne
  • 50g Parmesan
  • Salz, Pfeffer
  • Gewürze (Sumach, Thymian,

Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Blätterteig auf einem Backblech ausrollen und mit einer Gabel mehrfach einstechen. Anschließend im Ofen ca. 8min vorbacken.

Die Rote-Bete in dünne Scheiben schneiden. Die saure Sahne mit Salz, Pfeffer, Parmesan und den Gewürzen verrühren. Die Creme dann auf dem Blätterteig verstreichen. Anschließend mit Rote-Bete belegen und weitere 10-15min im Ofen fertig backen. Aus dem Ofen nehmen und den Schicken drüber verteilen.  

Rote-Bete-Schinken-Tarte

Auch wenn es das Wetter nicht erahnen lässt so ist es schon knapp vor Weihnachten. Die Geschenke für meine geliebte Frau habe ich bereits alle gefunden und bin großer Hoffnung, dass die ein oder andere Überraschung für Sie gelungen ist. Schließlich schenkt Sie mir doch jeden Tag Ihr wunderschönes Lächeln, Ihre Liebe und Geduld und da möchte ich an Weihnachten einen kleinen Ausgleich schaffen. Doch in der Familie soll niemand zu kurz kommen und schon gar nicht unser geliebter Rio. Da der Adventskalender nur mäßige Begeisterung bei Ihm hervorrief und er lediglich mit dem Spielzeug vom Nikolaus spielt, müssen wir ihm doch auch ein schönes Geschenk zukommen lassen. Etwas Gekauftes kam hier nicht in Frage, denn es sollte etwas aus seiner Küche sein, was von Herzen kommt. Da er für Knuspertaschen immer zu haben ist, haben wir doch gleiche seine eigenen gemacht. Doch warten gehört nicht zu Rios Stärken und so ist für Ihn Weihnachten nun schon bereits jeden Tag sobald er seine Leckerlis bekommt auf die er abends auch schon mehr oder weniger geduldig wartet.

Zutaten:

  • 175g Cheddar
  • 75g Parmesan
  • 180g Mehl
  • 60g Hartweizengrieß
  • 40g Margarine

Zunächst den Ofen auf 180° vorheizen und währenddessen Cheddar und Parmesan fein reiben. Den geriebenen Käse dann mit der Margarine vermengen. Nun Mehl und Hartweizengrieß dazugeben und alles vermischen und zu einem Teig kneten. Als nächstes eine Arbeitsfläche bemehlen und den Teig hier ca. 6 Millimeter dick ausrollen. Nun können die Leckerlis ausgestochen oder mit dem Messer ausgeschnitten werden. Diese dann auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech verteilen und die Leckerlis dann für ca. 20 Minuten in den Ofen geben. Danach aufpassen, dass die Katze nicht auf das heiße Blech steigt um sich die Leckerlis gleich zu schnappen ;-)

Katzen Käseknuspertaschen

Zum Nikolaus gibt es immer kleine Überraschungspakete an ein paar Menschen, die mir am Herzen liegen. Darin enthalten sind natürlich nur selbstgemachte Dinge. Dazu wird dann auch fleißig gebacken, gekocht oder sonst was wie hergestellt. Diese Baumkuchen waren ebenfalls im Plan, auch wenn wir sie zum ersten Mal gebacken haben. Der Versuch kann als Erfolg gewertet werden, wenn auch die Ausbeute von nur einer Springform sehr überschaubar ist. Und weil diese Ecken dann auch noch sooooo gut geschmeckt haben, haben wir uns dazu entschlossen alle selbst zu behalten. Frei nach dem Motto - was die Beschenkten nicht wissen zu bekommen, macht diese auch nicht heißt darauf. Und wir hatten ja noch eine Menge an anderen Keksen und Leckereien, sodass sich unsere Gewissensbisse auch in Grenzen halten. Und siehe da, nur eine Woche später sind alle Baumkuchen von uns beiden allein verputzt worden.

Zutaten (für eine 26cm Springform):

  • 250 Butter
  • 200g Marzipanrohmasse
  • 175g Zucker
  • 5 Eier (M)
  • 125g Speisestärke
  • 125g Mehl
  • 200g Zartbitterkuvertüre
  • 8 EL Likör (z.B. Orangenlikör)
  • 1 Prise Salz
  • etwas Piment

Backofen auf 205°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen.

Butter uns Marzipan in kleine Würfel schneiden. Zusammen mit Zucker, Eiern, Salz und Piment verrühren. Mehl und Speisestärke drüber sieben und gut miteinander verrühren. Eine Springform einfetten. Nun jeweils immer so viel Teig in die Form geben, dass der Boden mit einer dünnen Schicht bestrichen ist. Je neu aufgetragene Schicht dann den Kuchen 3-4min im Ofen backen. Den Vorgang so oft wiederholen bis der Teig verbraucht ist.

Den fertigen Kuchen mit einem Holzstab mehrfach einstechen und mit dem Likör beträufeln. Sobald der Kuchen erkaltet ist, diesen aus der Form lösen und in Dreiecke schneiden. Die Kuvertüre schmelzen und die die Ecken damit glasieren.

In einer Keksdose hält sich der Baumkuchen mehrere Wochen.

Baumkuchen

Noch nie habe ich den Zoo im Winter besucht - schade eigentlich. Denn diesen Sonntag waren mein Mann und ich im Zoo und es war viel schöner als angenommen. Gut verpackt wollten wir sehen, wie sich die Tiere bei den Temperaturen schlagen. Und siehe da, Tiere die wir im Sommer nicht zu Gesicht bekamen: Jaguare, Geparden zum Beispiel. Anderen Tieren schien das Wetter nicht viel auszumachen. Egal ob Flamingos oder Kängurus - alle saßen draußen an der frischen Luft. Selbst die geliebten Erdmännchen waren im Außengehege und haben die Bäuche in Richtung der hängenden Lampe gestreckt um während der Observation einen warmen Bauch zu behalten. Rio hingegen traut sich bei den Temperaturen gar nicht erst auf die Terrasse. Viel zu kalt! Da versteckt er sich lieber ganz unter der Bettdecke, wo es mollig warm ist. Raus kommt er nur zum Essen oder Blödsinn machen. Da ist er ein wenig wie wir - daher passen wir alle so gut zusammen in der Familie.

Zutaten (für zwei Personen):

  • 250g Pasta
  • 250g Rosenkohl
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Schalotte
  • 100g Speck
  • etwas Olivenöl
  • 50g Parmesan
  • Salz, Pfeffer
  • Gewürze (Kumin)

Pasta in kochendem Salzwasser nach Packungsanweisung al dente kochen.

Knoblauchzehe und Schalotten fein würfeln. Rosenkohl putzen und halbieren. Den Rosenkohl in etwas Salzwasser einige Minuten garkochen und anschließend abtropfen lassen. Schalotten, Rosenkohl, Speck und Knoblauch zusammen mit etwas Öl in einer Pfanne glasig braten. Salzen und pfeffern und mit den Gewürzen abschmecken. Ab und zu etwas Nudelwasser mit in die Pfanne geben, sodass das Gemüse nicht austrocknet.

Pasta abtropfen und auf die Teller verteilen. Gemüse über der Pasta verteilen und mit reichlich Parmesan bestreuen. Anschließend servieren.

Rosenkohl-Speck-Pasta

Was ist das liebste Essen auf dem Weihnachtsmarkt? Hm... ich liebe Schokofrüchte und Crepes. Wenn es herzhaft sein soll, dann darf es gerne ein Flammkuchen sein. Am liebsten mag ich aber schöne große Germknödel mit Vanillesoße. Selbstgemacht schmecken diese natürlich am besten. Besonders, wenn ich dann noch ein Lächeln von meinem Mann bekomme, der ebenfalls für Germknödel schwärmt. Wir sind eben zwei süße Menschen und haben uns nicht nur in dieser Hinsicht gefunden :) Rio mag süß so gar nicht und randaliert stattdessen lieber nachts an seinem Adventkalender, der nun schon zwei Türchen hintereinander ungeliebte Drops hatte, anstatt knusprige Knuspertaschen. Da ist der Ärger natürlich groß. Uns kann das nicht passieren, denn unser Haribo-Kalender verbirgt jeden Tag ein zuckersüßes Türchen und wir sind bis jetzt jedes mal zufrieden. Da ist neben dem Ärger auch noch der Neid bei Rio groß, auch wenn er unsere Vorlieben auf gummiartige Leckerlies so gar nicht nachvollziehen kann. Plastiktüten ja, aber Gummiteile? Da uns Rio Wohl am Herzen liegt wurde er natürlich fürstlich entlohnt und es gab eine extra Portion Knuspertaschen. Dann ist auch die Stimmung wieder gut und Weihnachten kann kommen!

Zutaten (für zwei Personen):

  • 300g Mehl
  • 1 Päckchen Trockenhefe
  • 1 Ei (M)
  • 125ml Milch
  • 1 Prise Salz
  • 4 EL Pflaumenmus
  • 1 Päckchen Vanillesoße
  • etwas Butter

Mehl, Salz, Hefe, Ei und Milch in einer Schüssel zusammen zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig vierteln und etwas platt drücken. Jeweils in die Mitte ein EL Pflaumenmus geben und den Teig zu einer Kugel verschließen. Die Teigkugeln auf einer bemehlten Arbeitsfläche ca 30min gehen lassen.

Backofen auf 200°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. In einem Bräter oder einer Pfanne mit Deckel etwas Milch und Butter zum Kochen bringen. Die Teigkugeln hineinsetzen und den Bräter mit geschlossenem Deckel in den Ofen schieben. Im Ofen ca. 15min fertig dampfen lassen. Die Germknödel mit der Vanillesoße servieren.

Germknödel

Wir hatten zum Ende unserer Gartensaison mehr als 30 Gartenkürbisse geerntet und mussten diese auch entsprechend verarbeiten. Bei großen Mengen an Früchten ist Marmelade immer eine gute Option. Diese Variante mit Orange und Ingwer und nur wenig Zucker ist nicht so süß und schmeckt dennoch herrlich lecker. Zudem lassen sich auch tatsächlich alle Zutaten einzeln rausschmecken. Wir haben auch noch eine zweite Variante mit Kürbis, Apfel und Zimt gemacht. Diese ist auch sehr lecker. Hierbei einfach den Orangensaft durch Apfelsaft ersetzen und anstelle von Ingwer 10g Zimt reinrühren. Die Konfitüre eignet sich auch wunderbar als Geschenk zum Nikolaus. Die Päckchen an die Liebsten sind bereits unterwegs - schließlich ist der Nikolaus ja morgen schon da. Nach einer Woche am warmen Roten Meer sind wir nun auch von 0 auf 100 in Weihnachtsstimmung. Mit Adventskalender, Lichterkette und Weihnachtsmarkt und allem drum und dran. Da lebt man sich doch schnell ein, vorallem wenn man durch die Kälte dazu regelrecht gezwungen wird. Aber es gibt ja auch schöne Seiten an der Weihnachtszeit. Besonders was die Küche angeht. So gibt es heute Abend auch Germknödel... mhhhh...

Zutaten (für 8 Gläser je 200ml):

  • 1kg Kürbisfruchtfleisch
  • 200g Zucker
  • 750ml Organgensaft
  • 20g Ingwer
  • 2 Packungen Gelierfix 3:1

Kürbisfruchtfleisch in Würfel schneiden. Ingwer schälen und ebenfalls würfeln. Beides zusammen mit dem Zucker und dem Orangensaft in einem großen Topf einkochen lassen. Anschließend mit einem Pürierstab fein pürieren. Das Gelierfix dazugeben und nach Packungsanweisung nochmals aufkochen.

Die Konfitüre in die sterilen Gläser einfüllen und fest verschließen. Das Glas auf den Kopf stellen und 5min stehen lassen.

Kürbis-Orange-Ingwer Konfitüre

Mit unserem kleinen Acker waren wir ja dieses Jahr besonders erfolgreich beim Kürbisanbau. Wir konnten ungefähr 10 Patisson, 3 Hokkaidos und unzählige Gartenkürbisse ernten. Aus den Gartenkürbissen haben wir verschiedene Sorten an Marmeladen gekocht. Die Patisson Kürbise warten noch auf ihren Einsatz (zugegeben, hier sind wir etwas ratlos, was wir damit machen sollen) und bei den Hokkaidos gibt es hingegen unzählige Möglichkeiten z.B. Kürbishörnchen. Oder eben eine wunderbare Lasagne. Diese ist an Geschmack und Cremigkeit kaum zu übertreffen, ohne dabei unangenehm mächtig zu sein. Die würde selbst dem Rio schmecken, der neuerdings auch Katzenfutter-Mouse serviert bekommt und dieses liebt - ganz ohne Gelee oder Soße. Das will was heißen. Auch uns kann man mit Cremigkeit glücklich machen: Eis, Pudding, Panna Cotta, Risotto und vieles mehr. Apropos, Kürbiseis wäre sicher auch mal einen Versuch wert?

Zutaten (für zwei Personen):

  • 1 kleiner Hokkaido
  • 100g Ziegenfrischkäse
  • 6 Lasagneplatten
  • 200ml Milch
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • etwas Butter
  • 50g Parmesan
  • Salz, Pfeffer
  • Gewürze (Muskat, Paprika, Salbei)

Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Kürbis in Spalten schneiden und auf einem mit Backpapier ausgelegtem Backblech auslegen. Im Ofen ca. 20min garen, bis der Kürbis weich ist.

Zwiebel und Knoblauch hacken und mit etwas Butter in der Pfanne glasig dünsten. Den Kürbis aus dem Ofen nehmen und mit einem Kartoffelstampfer zerstampfen. Zusammen mit den Zwiebeln, Ziegenfrischkäse, Salz, Pfeffer und Gewürzen vermischen.

In eine Auflaufform etwas Kürbisfüllung geben und auf dem Boden verstreichen. Anschließend mit Lasagneplatten auslegen und wieder mit der Füllung schichten bis alle Zutaten verbraucht sind, wobei mit der Füllung abgeschlossen werden muss. Zum Schluss die Milch eingießen, sodass alle Lasagneplatten gut bedeckt sind, aber nicht die oberste Schicht der Füllung. Diese mit Parmesan bestreuen. Die Lasagne in den Ofen geben und ca. 45min fertig backen. Wahnsinnig lecker!!!!

Kürbis-Lasagne mit Ziegenfrischkäse