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Wir backen unsere Brötchen selbst - selbstverständlich! Da gibt es nicht besseres mit dem man in den Tag starten kann, als mit eigenen Brötchen, einer abgedrehten Katze und dem besten Mann auf der Welt. Da kann kommen was will und der Tag wird trotzdem gut. Leider lasse ich mich dann noch viel zu häufig durch nervige Kunden oder ineffiziente Workflows ärgern... Die Welt könnte doch so perfekt sein, wenn... Aber perfekt ist doch schließlich langweilig. Und das Leben macht doch erst richtig Spaß, wenn nicht immer alles korrekt läuft. Das Backen ist da aber eine Ausnahme. Wenn hier etwas schief geht, dann ist Schluss mit lustig. Wenn ich mir schon die Mühe mache alles haargenau abzuwiegen (was ich beim Kochen niemals täte), dann muss es bitte auch hervorragende Ergebnisse liefern und einwandfrei funktionieren. Wären da nicht noch die vielen äußeren Bedingungen wie Temperatur, Backofen... da bräuchte man tatsächlich perfekte Bedingungen. Aber auch hier bin ich mit der Zeit entspannter geworden und wundere mich nicht mehr, wieso trotz exaktem Rezept, der Kuchen mal so mal anders wird, oder die Brötchen mal super aufgehen, mal weniger super... Nur das Futter vom Rio kommt täglich exakt gleich aus der Aluschale. Da kann er sich drauf verlassen.

Zutaten (für 8 große - 16 Brötchen):

  • 700 Kartoffeln
  • 130g Roggenmehl
  • 530g Mehl Type 550
  • 1 Päckchen Trockenhefe
  • 2 TL Salz

Kartoffeln schälen und in Salzwasser gar kochen. Anschließend abgießen, zerstampfen und ausdampfen lassen. Mehl,, Salz, Hefe und so viel warmes Wasser dazu geben, sodass ein geschmeidiger Teig entsteht (ca. 175ml). Das Wasser nur langsam nach und nach hinzugeben, da beim Kneten der Teig noch feuchter wird. Den Teig gut 10min durchkneten und dann gut eine Stunde gehen lassen.

Den Teig nun portionieren. Wir lieben große Brötchen also haben wir nur 8 Stück gemacht, aber es sind auch locker 16 normal große Brötchen machbar. Die Brötchen rund formen, anschließend zu einem Fladen drücken und diesen dann einrollen, bzw. zweimal die Endstücke übereinander in die Mitte falten. Am Ende noch etwas rund formen und mit der Falte nach unten auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen. Nochmals 30min gehen lassen. Währenddessen den Backofen auf 220°C Ober-/Unterhitze vorheizen und auf den Boden eine Schüssel oder Auflaufform mit Wasser stellen (dies sorgt für eine knusprige Krume). Die Brötchen nach dem gehen in den Ofen geben und 20min fertig backen.

Kartoffel-Roggen-Brötchen

Wurde auch wieder Zeit, dass meine Sis mal für etwas länger zu Besuch kommt. Die bessere Hälfte war natürlich auch mit dabei. Das perfekte Dinner wollten wir ohnehin schon mal nachspielen, so haben wir also angefangen. Die Menükarte wurde sogar zuvor per Post verschickt. Wir hatten uns für Fisch entschieden. Als Vorspeise gibt es gestrandeten Lachs, also Lachs-Bruschetta. Ja, der Lachs ist auf dem Baguette sozusagen gestrandet (falls sich jemand fragt, wie man sich den Namen herleiten soll). Insgesamt gab es drei Gänge und so waren wir auch bestens gestärkt für das ganze Wochenende! Schön wars, vorallem, weil es wieder richtig viel Zeit gab und man nicht nur in wenigen Stunden alles Nötige bereden musste, sondern auch mal entspannt die Zeit verbringen konnte. Da hat der Rio auch gern sein Wohnzimmer mit dem Besuch geteilt - auch wenn dieser nachts am Kratzbaum gerüttelt hat (oder war es der Rio, der den Besuch angefallen hat?).

Zutaten (für vier Personen):

  • 1 Baguette
  • 2 Fleischtomaten
  • 1/2 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • etwas Olivenöl
  • 250g Lachsfilet
  • 1 Zitrone
  • etwas Balsamico
  • Basilikum
  • Salz, Pfeffer

Backofen auf 150°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Das Lachsfilet auf Alufolie legen und mit Salz, Pfeffer und 3 Zitronenscheiben belegen. Den Lachs in der Alufolie luftdicht einwickeln und im Ofen ca. 20min garen.

Das Baguette in Scheiben schneiden und mit einer Knoblauchzehe von beiden Seiten einreiben. Tomate würfeln. Zwiebel möglichst fein würfeln. Tomaten mit den Zwiebeln vermischen und mit Salz und Pfeffer würzen. Anschließend etwas Zitronensaft drüber geben sowie Balsamico und Olivenöl. Alles gut miteinander vermischen.

Den Lachs aus dem Ofen nehmen und das Filet in kleine Stücke teilen. Diese mit den Tomaten vermischen. Basilikum zerzupfen und ebenfalls unterrühren.

In einer Pfanne etwas Öl erhitzen und die Baguettescheiben von beiden Seiten anrösten. Die Scheiben auf die Teller legen und mit der Lachs-Tomatenmischung belegen.

Lachs-Bruschetta

Langsam neigt sich nicht nur der Sommer, sondern auch unsere Gartensaison zu Ende und bald müssen wir das Feld vollständig räumen. Dann werden die letzten Karotten aus der Erde gezogen, die letzten Salatköpfe gepflückt und ein Anhänger muss noch besorgt werden, denn wir haben mindestens 30 Kürbisse zum Abtransportieren. Gut, dass dieser sich wenigstens länger hält. Kürbis ist super lecker, aber jeden Tag möchte man den dann auch nicht serviert bekommen. Auch wenn die Liste lang ist: Kürbisrisotto, Kürbispasta, Kürbispizza, Kürbisstuten, Kürbisbrötchen, Ofenkürbis... es gibt bereits unzählige Kürbisgerichte in Rios Küche. Nur zum Spielen eignet sich der Kürbis nicht. Viel zu klobig und zu schwer für den kleinen Rio. Der haut zwar seit dem Kälteeinbruch richtig rein beim Essen, aber eine richtig große Katze wird er dadurch auch nicht mehr. So passt der Rio aber auch in jede Kuhle und kann sich dann abends mit uns zusammen aufs Sofa kuscheln. Denn kuscheln wird bei uns groß geschrieben. Nicht nur im Winter, wenn es kalt wird. Kuscheln geht immer und überall! Das ist auch gut so, denn vielleicht ist dies auch der letzte Winter, den wir mitnehmen. Und aufs Kuscheln wollen wir trotzdem nicht verzichten!

Zutaten (für zwei Personen):

  • 200g Mehl Type 550
  • 300ml Milch
  • 20g Butter
  • 4 Eier
  • 2 Karotten
  • 1/2 Gurke
  • 250g Körniger Frischkäse
  • etwas Zitronensaft
  • etwas Petersilie
  • Salz, Pfeffer
  • Gewürze (Curry, Muskat, Paprika)

Karotten grob raspeln. Zusammen mit Mehl, Milch und Eiern verrühren. Butter schmelzen und hinzugeben. Den Teig mit den Gewürzen abschmecken. Waffeleisen vorheizen.

Die Gurke würfeln und mit dem Frischkäse, Salz, Pfeffer und Zitronensaft verrühren. Petersilie klein schneiden und hinzugeben.

Nacheinander die Waffeln im Waffeleisen ausbacken und jeweils mit dem Gurken-Dip servieren.

Karottenwaffeln

Für die perfekte Pizza bestellen wir uns extra alle zwei Wochen Fior di latte. Das ist ein besonderer Mozzarella aus Neapel, der weniger Fett und Feuchtigkeit enthält und somit nicht so einfach im Backofen schmilzt wie normaler Mozzarella. In einer Lieferung war jedoch fälschlicherweise Büffelmozzarella anstatt Fior di latte. Also musste dieser dann anderweitig verkocht werden. Eine leckere Lasagne haben wir gemacht und diesen Flammkuchen. Mit dem Flammkuchen ließ sich dann auch das Pizza vom Pizzabrett direkt in den Ofen auf den heißen Pizzastein schieben üben. Denn bei der Teigherstellung sind wir schon am Optimum angelangt, der Belag ist auch einwandfrei und jetzt hapert es nur noch am Pizzabretthändling... Der Flammkuchen ging problemlos, aber am Sonntag die Pizza klebte noch etwas am Brett und dann schwappt der Belag etwas auf den Stein und verkohlt. Zu Beginn haben wir mithilfe von Backpapier gemogelt und keine Probleme gehabt, aber wir wollen ja richtige Pizzaiolos sein und da ist mogeln nicht erlaubt. Wie immer macht Übung den Meister und zum Glück, wenn einer von uns beiden am Verzweifeln ist, springt der andere ein und rettet was zu retten ist.

Zutaten (für zwei Flammkuchen):

  • 240g Mehl
  • 2/3 Päckchen Trockenhefe
  • 100ml Buttermilch
  • 200g saure Sahne
  • 250g bunte Tomaten
  • eine Handvoll getrocknete Tomaten
  • 100g Büffel-Mozzarella
  • Salz, Pfeffer
  • etwas Basilikum
  • Gewürze (Muskat, Paprika)

Mehl, Hefe, Buttermilch, etwas Salz und  so viel Wasser hinzugeben, sodass ein geschmeidiger Teig entsteht, dabei langsam herantasten ;) Mindestens 5 min kneten und dann abgedeckt mindestens eine halbe Stunde gehen lassen am besten jedoch über Nacht im Kühlschrank. Dann vor der Verarbeitung bei Zimmertemperatur nochmals 1h gehen lassen.

Backofen auf die maximale Temperatur (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Tomaten würfeln. Getrocknete Tomaten in dünne Streifen schneiden. Saure Sahne mit frisch gehacktem Basilikum verrühren und mit Salz, Pfeffer und Gewürzen abschmecken. Mozzarella würfeln.

Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche rund und möglichst dünn ausrollen. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backbleck legen und mit dem Sahne-Dip bestreichen. Anschließend mit Tomaten und Mozzarella belegen. Den Flammkuchen ca. 10min im Ofen backen.

Tomaten-Flammkuchen

Die letzten Sonnenstrahlen müssen noch eingesogen werden. Diese sollen ja bis zum nächsten Sommer reichen - wobei mein Mann mir täglich Sonnenstrahlen ins Leben bringt. Nur so kann ich überhaupt überwintern. Vielleicht wird das ja auch der letzte tatsächliche Winter sein? Glücklicherweise kann man Risotto auch im Sommer essen. Also von überall aus der Welt aus. Von überall aus kann man theoretisch auch arbeiten. Man muss es nur tun. Mein Mann und ich sind ja beide zum Glück Macher. Somit mache ich mir auch keine Sorgen, dass wenn wir uns eine Idee in den Kopf setzen diese nicht auch umsetzen. Das ist eines der unzähligen schönen Dinge in unserer Beziehung. Neben dem, dass wir dieselben Dinge schätzen und lieben. Den Rio zum Beispiel. Der kommt natürlich mit, falls wir irgendwo hingehen. Sein Job lässt sich schließlich auch von überall ausführen, bzw. ist ja sogar dadurch bedingt, dass er unser Haus egal wo sittet. Knuspertaschen wird es hoffentlich auch überall geben. Falls nicht, kann man diese einfach einfliegen lassen.

Zutaten (für zwei Personen): 

  • 250g Risottoreis
  • 1 Schalotte
  • 2 Knoblauchzehen
  • 200ml Weißwein
  • 4 Karotten (ca. 350g)
  • 75g Parmesan
  • 50g Speck
  • Salz, Pfeffer
  • Gewürze (Muskat, Koriander)

Schalotte und Knoblauch würfeln und in einen Topf geben. Reis hinzufügen. Beides kurz anschwitzen und mit Weißwein ablöschen. Dann nach und nach ein wenig Wasser dazu gießen, sodass der Reis immer bedeckt ist und leicht köchelt. Die Regel: man braucht insgesamt ungefähr 4-mal so viel Wasser bzw. Flüssigkeit wie Reis, in dem Fall also 1000ml wobei bereits 200ml Weißwein verwendet wurden. Regelmäßig umrühren. Beim Risottokochen wird der Topf nicht aus den Augen gelassen! ;) Zwischendurch die Karotten klein schneiden und mit in das Risotto geben. Das Risotto salzen und pfeffern und mit den Gewürzen abschmecken. Ist das Risotto fertig (bei mir nach ca. 20 min - ich mag es bissfest), den Topf vom Herd nehmen und den Parmesan einrühren. Speck ebenfalls ins Risotto rühren. Buon appetito!

Möhren-Speck-Risotto

Lange waren wir am rätseln welchen Job der Rio wohl hat. Wir hatten mehrfach über die Welt verstreut mögliche Geschäfte von ihm gefunden. Sei es die Herstellermarke von Thunfisch (hier waren wir schnell skeptisch, da Rio selbst eigentlich Rind bevorzugt), auf Ibiza haben wir die Werkstatt Rio Auto entdeckt - aber Rio ist auch nicht besonders technisch begabt. Online Poker würde gut passen, denn Rio verzieht keine Miene und könnte dies wunderbar tagsüber vom Sofa aus spielen. Aber Rio ist scheinbar auch nicht in der Lage sein Smartphone zu bedienen, jedenfalls hat er uns noch nie auf eine Whatsapp Nachricht geantwortet. Heute Morgen kam dann die Erleuchtung: Housesitting! Das praktiziert er schon erfolgreich seit Jahren (mit der Ausnahme einer 7 wöchigen unangekündigten Abwesenheit). Der Deal ist fair: er wacht über die Wohnung, sorgt dafür dass regelmäßig geputzt wird indem er kontant in kleinen Portionen Dreck hinterlässt und bekommt als Gegenleistung freie Kost und Logis. Gut über die Kost könnte man sich streiten, denn hier wird ihm leider viel zu häufig etwas serviert, womit er nicht zufrieden ist... Wir sind da einfacher zufriedenzustellen:

Rezept Burger Buns:

Das habe ich hier gefunden. Jedoch habe ich aus dieses Rezept halbiert und 4 Buns geformt (ergibt somit zwei Burger pro Person).

  • 100 ml warmes Wasser
  • 2 EL Milch
  • 1/2 Würfel frische Hefe
  • 18g Zucker
  • 4g Salz
  • 40g weiche (oder geschmolzene) Butter
  • 250g Mehl Typ 550
  • 1/2 Ei

zusätzlich:

  • 1/2 Ei
  • 1 EL Milch
  • 1 EL Wasser
  • Sesam

Rezept Belag:

  • 400g Pulled Pork
  • 2 Karotten
  • 8 Blätter Chinakohl
  • 1 Tomate
  • etwas Petersilie
  • etwas Limettensaft
  • 1 EL Olivenöl
  • 2 EL Essig
  • Salz, Pfeffer
  • Gewürze (Dill, Kümmel)

Teig verkneten und 45min gehen lassen. Aus dem Teig Buns formen und auf ein mit Backpapier ausgelegten Backblech setzen. Erneut 45min gehen lassen. Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Buns mit der Ei-Milch-Mischung bestreichen und mit Sesam bestreuen. Im Ofen ca. 15-20min fertig backen, bis die Buns goldbraun sind. 

Karotten grob raspeln. Chinakohl in dünne Streifen schneiden. Beides zusammen ind einer Schüssel mit Salz, Pfeffer, Limettensaft, Essig, Öl, Gewürzen und Petersilie vermischen.

Nun geht es nur noch darum die Burger zu belegen. Dazu einfach auf die untere Hälfte der Bun das Pulled Pork verteilen. Darüber den Salat geben. Mit einer Scheibe Tomate belegen und anschließend genießen.

Pulled Pork Burger

Wir werden immer besser und besser! Gut, den Backofengummi können wir leider nicht austauschen, da das Modell zu alt ist, aber den Rest können wir beeinflussen und perfektionieren. Nachdem der Pizzateig von den Zutaten perfekt ist, müssen wir noch weiter daran arbeiten den Pizzateig händisch auszurollen. Da gibt es mehrere Wege und das ist gar nicht so einfach. Man kann diesen einfach mit den Händen rund Formen oder eben an der Tischkante lang ziehen oder sogar in der Luft. Noch haben wir für uns keine zufriedenstellende Methode gefunden - vielmehr entscheiden wir jedes Mal spontan wie wir den Teig rund bekommen. Mal bin ich total zufrieden, aber mein Mann nicht oder eben andersrum. Noch haben wir Zeit zum Üben, bevor wir unsere eigene Pizzeria am Strand aufmachen. Bis dahin haben wir dann auch alle möglichen Sorten an Belag durchprobiert. Den Klassiker mit Rucola und Parmaschinken haben diesmal etwas abgeändert.

Zutaten (für zwei Pizzen):

  • Pizzateig
  • 1 Dose Pizzatomaten (aus San Marzano)
  • 8 Scheiben Roastbeef
  • 125g Fior di latte
  • zwei Handvoll Rucola
  • etwas Parmesan
  • Salz, Pfeffer
  • Gewürze (Oregano)

Den Pizzateig nach meiner Anleitung zubereiten: Pizzateig

Backofen auf maximale Temperatur vorheizen. Idealerweise mit einem Pizzastein. Den Teig nun mit den Händen zu einer Pizzaform formen. Falls ihr hier über keine gute Technik verfügt, dann geht das auch mit dem Nudelholz. Wichtig ist, dass der Teig am Rand höher ist.

Die Tomaten mit dem Oregano pürieren, mit Salz und Pfeffer abschmecken und auf der Pizza verteilen. Anschließend den Fior die latte auf der Pizza verteilen. Die Pizza im Ofen fertig backen. Ebenso mit der zweiten verfahren. Anschließend mit Roastbeef, Rucola und Parmesan belegen.

Pizza mit Roastbeef, Rucola und Parmesan